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"Ich trage es und ihr helft mir dabei durch Euer Gebet, durch Eure Geduld, durch Euer Gottvertrauen, durch Eure Ergebung in den Willen Gottes. Keinem Menschen wollen wir fluchen, keinem etwas nachtragen, mit allen wollen wir gut sein."

Seliger Georg Häfner

Georg Häfner wird seliggesprochen

Märtyrerpriester starb im Konzentrationslager Dachau – Gottesdienst zur Seligsprechung am 15. Mai 2011 – Erzbischof Angelo Amato kommt als Vertreter Papst Benedikts XVI. nach Würzburg

Würzburg (POW) Am Grab von Pfarrer Georg Häfner in der Kilianskrypta des Würzburger Neumünsters hat Bischof Dr. Friedhelm Hofmann am Mittwoch, 8. September 2010, die Nachricht verkündet: „Die Seligsprechung für den im Konzentrationslager Dachau umgekommenen Märtyrer Pfarrer Georg Häfner findet 15. Mai 2011, dem Sonntag der Geistlichen Berufe, in Würzburg statt.“ Erzbischof Angelo Amato, Präfekt der Päpstlichen Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse, wird als offizieller Vertreter von Papst Benedikt XVI. an diesem Gottesdienst teilnehmen. Das habe ihm der Vatikan in einem Schreiben des Staatssekretariats mitgeteilt.

Zur Vorbereitung auf das Ereignis werde er eine Arbeitsgruppe einrichten, kündigte Bischof Hofmann an. „Wir werden unser Augenmerk darauf richten, das Anliegen der Seligsprechung im gesamten Bistum deutlich zu machen.“ So werde unter anderem der diözesane Priestertag im Herbst in Oberschwarzach sich dem Glaubenszeugnis Häfners widmen. „Er ist für uns alle ein Vorbild, weil er gezeigt hat, dass es auch unter widrigen Umständen möglich ist, zu sich selbst und zur eigenen Lebensführung zu stehen. Im Konzentrationslager Dachau hat er seinen Glauben bezeugt und ist sehr versöhnlich und für andere aufopfernd seinen Weg gegangen.“

Erfreut über den jetzt feststehenden Termin der Seligsprechung zeigte sich auch Domdekan Monsignore Günter Putz, der als Postulator den fast auf den Tag 25 Jahre dauernden Prozess begleitet hat. „Damals trugen die Dachauer Priestergemeinschaft und der Würzburger Priesterverein das Anliegen an Bischof Scheele heran.“ Putz wertete es als ein positives Signal, dass in für Priester schweren Zeiten ein Pfarrer seliggesprochen werde.

Einen Einblick in das Leben und Wirken Häfners gibt das szenische Oratorium „Häfner – eine Entscheidung“, das Peter Olschina getextet und dessen Musik Markus Binzenhöfer komponiert hat. Das Münsterschwarzacher Egbert-Gymnasium wird es am 12. und 13. März in der Pfarrkirche Oberschwarzach sowie am 19. und 20. März in der Seminarkirche Sankt Michael in Würzburg aufführen. Eine weitere Aufführung soll in der KZ-Gedenkstätte Dachau stattfinden.

Georg Häfner wurde am 19. Oktober 1900 in Würzburg geboren und erhielt dort am 13. April 1924 in der Michaelskirche die Priesterweihe. Nach Kaplanstätigkeit in Motten (1924), Goldbach und Mürsbach (1925) sowie Altglashütten (1928 bis 1934) wurde er Pfarrer in Oberschwarzach. Sein unbeirrtes und mutiges Eintreten für die Kirche führte nach Denunziationen zu Vernehmungen durch das NS-Regime und schließlich zur Inhaftierung im Oktober 1941. Am 12. Dezember 1941 wurde Häfner in Dachau eingeliefert. Nach großem Leiden durch Krankheit, Unterernährung und Misshandlung starb er dort am 20. August 1942. Seine Urne wurde zunächst am 18. September 1942 im Würzburger Hauptfriedhof beigesetzt. Am 9. Dezember 1982 wurde sie unter Beisein von Bischof Dr. Paul-Werner Scheele in die Krypta der Neumünsterkirche überführt. Am 23. Juli 1992 wurde das Bischöfliche Erhebungsverfahren zur Seligsprechung eingeleitet und am 31. Mai 2002 abgeschlossen. Danach wurden die Unterlagen an die Selig- und Heiligsprechungskongregation in Rom weitergegeben, wo sie geprüft wurden.

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