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	 xmlns:n="http://typo3.org/ns/GeorgRinger/News/ViewHelpers"><channel><title>Nachrichten</title><link></link><description></description><language>de-DE</language><copyright>Diözese Bistum Würzburg</copyright><pubDate>Sun, 19 Apr 2026 04:10:36 +0200</pubDate><lastBuildDate>Sun, 19 Apr 2026 04:10:36 +0200</lastBuildDate><atom:link href="https://heilige.bistum-wuerzburg.de/selige/sel-georg-haefner/feed.rss" rel="self" type="application/rss+xml" /><generator>TYPO3 EXT:news</generator><item><guid isPermaLink="false">news-23831</guid><pubDate>Fri, 05 Aug 2016 08:50:01 +0200</pubDate><title>Besondere Gottesdienste am Gedenktag des seligen Georg Häfner</title><link>https://heilige.bistum-wuerzburg.de/selige/sel-georg-haefner/ansicht/besondere-gottesdienste-am-gedenktag-des-seligen-georg-haefner/</link><description>Würzburg (POW) Am Gedenktag des seligen Märtyrerpriesters Georg Häfner am Freitag, 19. August, finden in Würzburg besondere Gottesdienste statt. Häfner wurde am 15. Mai 2011 in Würzburg seliggesprochen. </description><content:encoded><![CDATA[<p>Um 9 Uhr zelebriert Dompropst Weihbischof Ulrich Boom eine heilige Messe zu Ehren des Seligen im Kiliansdom und zieht im Anschluss in die Märtyrerkapelle der Domkrypta, um dort die Reliquien des seligen Georg Häfner zu verehren. Um 17.30 Uhr feiert Provinzial Pater Michael Maß von den Mariannhiller Missionaren eine heilige Messe im Neumünster. In seiner Predigt schlägt er den Bogen von Pfarrer Häfner zum Mariannhillerpater Engelmar Unzeitig, der am 24. September im Dom selig gesprochen wird. Beide sind im Konzentrationslager Dachau ums Leben gekommen. Im Anschluss an die Messfeier zieht Provinzial Maß in die Kilianskrypta und hält eine Statio am Urnengrab Georg Häfners. Am darauffolgenden Todestag des Seligen, Samstag, 20. August, werden wie jedes Jahr die Kreuzbergwallfahrer des Seligen in seiner Todesstunde am frühen Morgen gedenken. In Oberwarzach feiert am Sonntag, 21. August , um 10 Uhr Pfarrvikar Stefan Eisert einen Gedenk-Gottesdienst für den Märtyrepriester Häfner.</p><p>(3116/0877; E-Mail voraus)</p><p><strong><em>Hinweis für Redaktionen:</em></strong><em> Foto abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Nachrichten</category><category>Startseite</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-23816</guid><pubDate>Tue, 22 Jan 2013 12:46:02 +0100</pubDate><title>Dank an einen „Weggefährten“</title><link>https://heilige.bistum-wuerzburg.de/selige/sel-georg-haefner/ansicht/dank-an-einen-weggefaehrten/</link><description>Domdekan Prälat Günter Putz gibt Band „Opferfrucht“ mit Beiträgen über den seligen Märtyrerpriester Georg Häfner heraus </description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg</strong> (POW) In einem Band mit dem Titel „Opferfrucht“ hat Domdekan Prälat Günter Putz die Beiträge gesammelt, die er in seiner Funktion als diözesaner Postulator im Zuge des Seligsprechungsverfahrens für Pfarrer Georg Häfner verfasst hat. Am Montag, 21. Januar, stellte er das Buch im Würzburger Karmel Himmelspforten vor, wo Häfner am 21. April 1924 in der Klosterkirche seine erste heilige Messe feierte. „Der vorliegende Band soll dazu helfen, die Kraft des christlichen Glaubens, die Würde des priesterlichen Amtes und die Macht der Gnade Gottes einmal mehr zu bekräftigen.“ Zudem sei es sein persönlicher Dank an Häfner, der ihm in den Jahren seines priesterlichen Dienstes immer mehr ein zuverlässiger Weggefährte geworden sei, sagte Putz. Das Spektrum der Texte reicht von „Gott im KZ – Das Zeugnis des Priestermärtyrers Georg Häfner“ über „Die Wiederentdeckung der Innenwelt – Zugänge zur Lebenswelt von Pfarrer Georg Häfner“ bis hin zu „‘Mache meine Schritte standhaft‘ (Ps 17,5) – Spiritualität auf dem Prüfstein“.</p><p>Besonderen Dank sprach er Schwester Beata aus dem Würzburger Karmel aus, die auf Veranlassung der damaligen Oberin Schwester Petra eine Ikone des Seligen Georg Häfner schuf. Als Reproduktion ist diese im Buch enthalten. Da der Selige eine sehr zurückgezogene Hingabe an Gott gelebt habe, wie sie durchaus der orthodoxen Spiritualität entspreche, ist die Darstellungsform der Ikone für die Person des Märtyrers Häfner genau passend. „Bei der Gestaltung habe ich mich an der Vision der Eltern Häfners orientiert. Diese sahen bei einer Zugfahrt an dessen Todestag ihren Sohn in Chorkleidung, mit Siegespalme, Kreuz und roter Stola in den Wolken.“ In etwa zweiwöchiger Arbeit gestaltete die Ordensfrau die Ikone auf Pappelholz. Das Karmelitinnenkloster schenkte das Werk Domdekan Putz.</p><p><em>Günter Putz. Opferfrucht. Der selige Georg Häfner (1900-1942). 120 Seiten, 14,80 Euro. Echter Verlag, Würzburg 2013, ISBN 978-3-429-03573-0. </em></p>]]></content:encoded><category>Startseite</category><category>Nachrichten</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-23817</guid><pubDate>Thu, 23 Aug 2012 08:06:16 +0200</pubDate><title>Festgottesdienst zu Ehren Häfners in Impfingen</title><link>https://heilige.bistum-wuerzburg.de/selige/sel-georg-haefner/ansicht/festgottesdienst-zu-ehren-haefners-in-impfingen/</link><description>Sonntag, 26. August, um 10.30 Uhr</description><content:encoded><![CDATA[<p>Zu Ehren des seligen Märtyrerpriesters Georg Häfner (1900-1942) feiert Domdekan Prälat Günter Putz am Sonntag, 26. August, um 10.30 Uhr einen Festgottesdienst in der Pfarrkirche Sankt Nikolaus in Impfingen bei Tauberbischofsheim. Georg Häfner weilte in seinen Kinder- und Jugendjahren oft in Impfingen, dem Geburtsort seines Vaters. Die Pfarrei will das Andenken an den seligen Märtyrerpriester in Impfingen für die kommenden Generationen aufrecht und lebendig erhalten. Deshalb feiert sie auch diesen Gottesdienst anlässlich des Gedenktags des Seligen.</p>]]></content:encoded><category>Nachrichten</category><category>Startseite</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-23762</guid><pubDate>Tue, 21 Aug 2012 11:15:06 +0200</pubDate><title>Gedenken an den seligen Georg Häfner</title><link>https://heilige.bistum-wuerzburg.de/selige/sel-georg-haefner/ansicht/gedenken-an-den-seligen-georg-haefner/</link><description>Weihbischof Ulrich Boom feiert Pontifikalamt am 20. August im Neumünster </description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg/Oberschwarzach (POW)</strong> Am 20. August wird in der Diözese Würzburg der Gedenk- und Sterbetag des 2011 seliggesprochenen Märtyrerpriesters Georg Häfner in den Gottesdiensten gefeiert. Weihbischof Ulrich Boom zelebriert am Gedenktag des Seligen, am Montag, 20. August, um 17.30 Uhr im Neumünster in Würzburg ein Pontifikalamt. Statio und Gebet mit der Studentenverbindung Unitas-Hetania am Urnengrab von Georg Häfner in der Kiliansgruft schließen sich an. In Häfners Pfarrort Oberschwarzach im Landkreis Schweinfurt feiert Domkapitular Dr. Stefan Rambacher am Sonntag, 19. August, um 9.30 Uhr einen Gottesdienst anlässlich des Gedenktags des Seligen.</p><p>Bereits um 4 Uhr feiern am 20. August die Würzburger Kreuzberg-Wallfahrer die heilige Messe zum Auftakt ihrer Wallfahrt in der Neumünsterkirche. Die Kreuzberg-Wallfahrer sind besonders mit Georg Häfner verbunden, da er Mitglied der Würzburger Bruderschaft zum Heiligen Kreuz war. Bei ihrer Wallfahrt erinnern sie deshalb auch traditionell am 20. August um 7.20 Uhr auf der Wegstrecke von Rimpar nach Gramschatz an die Todesstunde des Märtyrerpriesters. Die Karmelitinnen im Kloster Himmelspforten feiern am 20. August einen Gottesdienst um 7.30 Uhr zum Gedenken an Georg Häfner in der Hauskapelle des Klosters in der Würzburger Mainaustraße. Georg Häfner gehörte dem „Dritten Orden vom Berge Karmel“ an und trug den Ordensnamen „Aloysius vom heiligsten Sakrament“. Mit dem Kloster Himmelspforten war er besonders verbunden. Dort war er Ministrant und in der Klosterkirche feierte er seine Primiz.</p><p>Georg Häfner wurde am 19. Oktober 1900 in Würzburg geboren und erhielt dort am 13. April 1924 in der Michaelskirche die Priesterweihe. Nach Kaplanstätigkeit in Motten (1924), Goldbach und Mürsbach (1925) sowie Altglashütten (1928 bis 1934) wurde er Pfarrer in Oberschwarzach. Sein unbeirrtes und mutiges Eintreten für die Kirche führte nach Denunziationen zu Vernehmungen durch das NS-Regime und schließlich zur Inhaftierung im Oktober 1941. Am 12. Dezember 1941 wurde Häfner im Konzentrationslager Dachau eingeliefert. Nach großem Leiden durch Krankheit, Unterernährung und Misshandlung starb er dort am 20. August 1942. Seine Urne wurde zunächst am 18. September 1942 im Würzburger Hauptfriedhof beigesetzt. Am 9. Dezember 1982 wurde sie unter Beisein von Bischof Dr. Paul-Werner Scheele in die Krypta der Neumünsterkirche überführt. Am 23. Juli 1992 wurde das Bischöfliche Erhebungsverfahren zur Seligsprechung eingeleitet. Den Antrag hatten 1985 die Dachauer Priestergemeinschaft und der Priesterverein der Diözese Würzburg gestellt. Das Verfahren wurde am 31. Mai 2002 abgeschlossen. Danach wurden die Unterlagen an die Selig- und Heiligsprechungskongregation in Rom weitergegeben, wo sie geprüft wurden. Am 6. Februar 2009 erfolgte das Votum der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse, am 3. Juli 2009 die Anerkennung als Märtyrer durch Papst Benedikt XVI. Am 15. Mai 2011 wurde Georg Häfner im Würzburger Kiliansdom seliggesprochen.</p>]]></content:encoded><category>Nachrichten</category><category>Startseite</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-23792</guid><pubDate>Tue, 26 Jun 2012 15:37:29 +0200</pubDate><title>Gedenktafel zu Ehren Georg Häfners</title><link>https://heilige.bistum-wuerzburg.de/selige/sel-georg-haefner/ansicht/gedenktafel-zu-ehren-georg-haefners/</link><description>Erster Jahrestag der Seligsprechung gefeiert</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg (POW)</strong> Bei einem Gottesdienst zum Jahrestag der Seligsprechung von Pfarrer Georg Häfner in der Seminarkirche Sankt Michael hat Bischof Dr. Friedhelm Hofmann am Dienstag, 15. Mai, eine bronzene Gedenktafel für den Märtyrer gesegnet. Sie ist am Priesterseminar in der Würzburger Domerschulstraße angebracht und wurde vom Wissenschaftlichen Katholischen Studentenverein Unitas-Hetania Würzburg gestiftet, dem Häfner einst angehörte.</p><p>Die heilige Messe feierte Bischof Hofmann mit Bischof Josef Clemens, Sekretär des Päpstlichen Rats für die Laien, und Weihbischof Ulrich Boom. In seiner Predigt würdigte der Bischof den Märtyrerpriester Häfner als einen schlichten, kantigen Mann Gottes, der seine Hoffnung ganz auf Gott ausgerichtet hatte. „Er lebte aus der Gewissheit: Gott ist unter uns. Und unser Leben wird vollendet werden, wenn wir uns auf Gott hin orientieren.“ Häfner habe sich schon in seiner Kindheit intensiv dem Gebet gewidmet. „Das war mehr als ein harmloses frommes Ausweichen in eingebildete Gefühlswelten.“ Einen besonders tiefen Zugang zu Gott habe er in der heiligen Eucharistie gefunden. Entschlossen und kraftvoll sei Häfner auf seinem Kreuzweg im Konzentrationslager Dachau Christus nachgefolgt bis zur Hingabe des eigenen Lebens.</p><p>Konsequent habe der Priester auch in der Extremsituation seines Lebens die Feindesliebe gelebt. Aus dem Konzentrationslager schrieb er: „Keinem Menschen wollen wir fluchen, keinem etwas nachtragen, mit allen wollen wir gut sein.“ Durch die Seligsprechung sei nicht einfach den zahlreichen Seligen und Heiligen ein weiterer hinzugefügt worden. „Wie Pfarrer Häfner eingewurzelt war in den gegenwärtigen Herrn, wie er ausgerichtet war auf den Himmel, wo sich unser Leben erst vollenden wird, wie er die Beziehung zu Christus Tag für Tag vertiefte – all das macht ihn zu einem Anwalt und Zeugen für das wirkliche Leben. Dazu sind auch wir berufen.“ Weiter hob Bischof Hofmann hervor, dass intensives Gebet kein frommer Luxus sei, sondern der Weg zur persönlichen Begegnung mit Gott. Er ermunterte die Gläubigen, sich die dafür nötige Zeit zu nehmen, um zu einem überzeugenden Glaubenszeugnis zu finden.</p><p>Von einer besonderen Ehre, einen seligen Bundesbruder zu haben, sprach Dr. Markus Heubes, Vorsitzender des Altherrenvereins der Unitas Würzburg, bei der Segnung der bronzenen Gedenktafel. Der Platz an der Außenwand des Würzburger Priesterseminars sei ideal, weil Häfner ein gutes Vorbild für alle Priesteramtskandidaten sei. Heubes dankte allen, die sich für die Seligsprechung engagiert haben. Bischof Hofmann zollte dem Bildhauer Kurt Grimm aus Kleinrinderfeld Lob für die künstlerisch ansprechende Umsetzung.</p><p>Bereits am Freitag, 11. Mai, hat Prälat Hermann Josef Scheipers (98), der gemeinsam mit Häfner im Konzentrationslager Dachau inhaftiert war, das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen bekommen. Scheipers nahm im vergangenen Jahr auch bei der Feier der Seligsprechung im Würzburger Kiliansdom teil.</p><p>Im Würzburger Echter-Verlag erschienen ist zudem ein von Professor Dr. Wolfgang Weiß herausgegebenes Buch mit dem Titel „HeiligSEIN und SeligSPRECHEN“. Dieses enthält Vorträge, die bei einem Studientag von Katholischer Akademie Domschule Würzburg und Katholisch-Theologischer Fakultät der Universität Würzburg vor der Seligsprechung Häfners gehalten wurden. Neben Texten von Weihbischof Ulrich Boom, Bischof em. Dr. Paul-Werner Scheele, Landeskirchenrat Michael Martin, Dr. Thomas Mark Németh und den Professoren Dr. Wolfgang Weiß und Martin Stuflesser ist darin auch die Radioansprache von Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand enthalten, die dieser am Tag der Seligsprechung bei der Katholischen Morgenfeier auf Bayern 1 hielt.</p>]]></content:encoded><category>Nachrichten</category><category>Startseite</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-23830</guid><pubDate>Fri, 18 May 2012 12:43:30 +0200</pubDate><title>Seligsprechung Häfners in Wort und Bild</title><link>https://heilige.bistum-wuerzburg.de/selige/sel-georg-haefner/ansicht/seligsprechung-haefners-in-wort-und-bild/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg (POW)</strong> Pünktlich zum 111. Geburtstag des heuer selig gesprochenen Märtyrerpriesters Georg Häfner am 19. Oktober haben Weihbischof Ulrich Boom und Pressesprecher Bernhard Schweßinger vom Bistum Würzburg einen „Erinnerungsband“ an die Seligsprechung des Würzburger Diözesanpriesters herausgebracht. Am Dienstag, 18. Oktober, stellten sie es zusammen mit Bischof Dr. Friedhelm Hofmann und Thomas Häußner vom Echter-Verlag im Kilianshaus vor. Ab sofort gibt es das 104 Seiten starke Buch mit dem Titel „Zeuge für die Vielen – Die Seligsprechung des Märtyrerpriesters Georg Häfner in Würzburg“ im Handel für 16,80 Euro zu kaufen.</p><p>„Toll gemacht“, lobte der Bischof, als er zum ersten Mal durch das Buch blätterte. Darin sind nicht nur Häfners Lebensgeschichte sowie sein Leiden und letztendlich sein Tod im Konzentrationslager Dachau dargestellt. Boom und Schweßinger als Herausgeber haben die Vorbereitungszeit bis zur Seligsprechung im Mai 2011 sowie die Feier selbst in Texten und Bildern dokumentiert und für den Leser aufbereitet. Hilfe hatten sie dabei unter anderem von Pfarrer Stefan Mai (Gerolzhofen), der fünfte Nachfolger Häfners als Pfarrer von Oberschwarzach, der seine Sicht auf den Seliggesprochenen im Buch darstellt. Domkapitular Dr. Jürgen Lenssen steuerte einen Text über die neuen Gedenkstätten bei, die Häfner zeigen. POW-Redakteur Markus Hauck blickt in einem Beitrag auf weitere Personen im Bistum Würzburg, für die Seligsprechungsverfahren laufen.</p><p>Entstanden ist der „Erinnerungsband“ auf die Initiative von Domdekan Monsignore Günter Putz, dem diözesanen Postulator im Seligsprechungsprozess für Georg Häfner. Mit der Veröffentlichung ist es nun das vierte Buch, das 2011 über Häfner erschienen ist – aber das erste nach der Seligsprechung. „Vier Bücher innerhalb eines Jahres, da wäre Häfner wohl erstaunt gewesen“, kommentierte Echter-Geschäftsführer Häußner. Der Geistliche galt als Mensch mit Ecken und Kanten, der aber nie den starken Glauben an Gott verloren hatte – selbst im Konzentrationslager nicht. Dort erlitt er den Märtyrertod.</p><p>„In Zukunft müssen wir einiges tun, dass die Leute das Feuer verstehen, das in dem neuen Seligen brannte“, bemerkte der Bischof. Das neuerschienene Buch in einer Auflage von 2000 Exemplaren sei ein guter Anfang. Schließlich ist es so konzipiert, dass ein breites Publikum Zugang zu dem Thema findet – beispielsweise durch großformatige Fotos von der Seligsprechung und leicht zu lesende und zu verstehende Texte.</p><p>Ulrich Boom, Bernhard Schweßinger (Hg.): Zeuge für die Vielen – Die Seligsprechung des Märtyrerpriesters Georg Häfner in Würzburg. 104 Seiten mit zahlreichen Schwarzweiß- und Farbfotos, 16,80 Euro. Echter-Verlag, Würzburg 2011, ISBN 978-3-429-03466-5.</p>]]></content:encoded><category>Nachrichten</category><category>Startseite</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-23809</guid><pubDate>Thu, 08 Dec 2011 17:21:49 +0100</pubDate><title>Georg Häfner im Bayerischen Landtag </title><link>https://heilige.bistum-wuerzburg.de/selige/sel-georg-haefner/ansicht/georg-haefner-im-bayerischen-landtag/</link><description>Siegerfoto des Main-Echo-Fotografen Stefan Gregor zeigt Bischof Hofmann vor Porträt des neuen Seligen – Ausstellung im Foyer des Maximilianeums </description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>München/Würzburg</strong> (POW) Der in diesem Jahr seliggesprochene  Märtyrerpriester Georg Häfner (1900-1942) ist bis Silvester 2011 auch im  Bayerischen Landtag präsent. Im Rahmen der Ausstellung zum Wettbewerb  „Pressefoto Bayern 2011“ wird die Aufnahme des Main-Echo-Fotografen Stefan  Gregor (Großostheim) von der Feier der Seligsprechung am 15. Mai 2011 im Foyer  des Maximilianeums gezeigt. Der Fotograf belegte mit dem Pressefoto den ersten  Platz beim Wettbewerb des Bayerischen Journalisten-Verbands (BJV) in der  Kategorie „Tagesaktualität“.</p><p>Das ausgezeichnete Pressefoto zeigt Bischof Dr. Friedhelm Hofmann vor dem bei  der Seligsprechungsfeier enthüllten Gemälde des im Konzentrationslager Dachau  gestorbenen Georg Häfner. Mit dem Weihrauchfass inzensiert der Bischof das vom  Künstler Helmut Booz geschaffene Bildnis. Weihrauchwolken steigen hoch zu dem  neuen Seligen. Eingerahmt ist das Foto von weiteren Preisträgerbildern, die Dirk  Nowitzki auf dem Balkon der Würzburger Residenz, eine Szene von der  Skeleton-Weltmeisterschaft auf der Bobbahn in Schönau und vom „Passionsende“ in  Oberammergau zeigen.</p><p>„An den prämierten Pressefotos kann man ablesen, was wichtig war in diesem  Jahr, was uns bewegt hat“, sagte die Schirmherrin des Wettbewerbs,  Landtagspräsidentin Barbara Stamm, bei der Eröffnung der Ausstellung am 7.  Dezember. Etwas überrascht schien die Jury vom Thema „Seligsprechung“ gewesen zu  sein: „Der Termin war mir nicht so geläufig“, sagte Jury-Vorsitzender  Hans-Eberhard Hess bei der Preisverleihung. BJV-Vorsitzender Dr. Wolfgang  Stöckel lobte die hohe Qualität der eingereichten Pressefotos beim diesjährigen  Wettbewerb.</p><p>Landtagspräsidentin Stamm wies auch auf die besondere Bedeutung der  prämierten Fotos hin: „Viele der ausgezeichneten Bilder werden wir noch Jahre  später im Kopf haben.“ Mit Blick auf Georg Häfner ergänzte sie noch gegenüber  POW: „Es ist nicht selbstverständlich und schon etwas Besonderes, dass ein Foto  der Seligsprechung Georg Häfners derzeit im Bayerischen Landtag hängt.“</p>]]></content:encoded><category>Nachrichten</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-23743</guid><pubDate>Fri, 07 Oct 2011 16:34:00 +0200</pubDate><title>Zu Ehren des Seligen</title><link>https://heilige.bistum-wuerzburg.de/selige/sel-georg-haefner/ansicht/zu-ehren-des-seligen/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg</strong> (POW) In den Tagen um den 20. August, den Sterbetag  des seligen Georg Häfner, lädt die Diözese Würzburg ein, in den Messfeiern in  besonderer Weise des neuen Seligen zu gedenken. „Auch wenn noch nicht alle  Fragen zur künftigen Verehrung des Seligen geklärt werden konnten, soll an  dieser Stelle bereits das von Bischof Dr. Friedhelm Hofmann approbierte und der  römischen Gottesdienstkongregation rekognoszierte Tagesgebet veröffentlicht  werden“, heißt es in einem vorab veröffentlichten Text der Ausgabe des  Würzburger Diözesanblatts vom 15. August 2011. Darüber hinaus ist es im ganzen  Jahr nach der Seligsprechung im Bistum Würzburg erlaubt und wird empfohlen, in  den Messfeiern in besonderer Weise des neuen Seligen Georg Häfner zu  gedenken.</p><p>Weihbischof Ulrich Boom feiert anlässlich des ersten Gedenktags des seligen  Georg Häfner am Samstag, 20. August, um 9 Uhr eine heilige Messe in der  Neumünsterkirche in Würzburg. Dort ruht die Asche des 1942 im  Konzentrationslager Dachau gestorbenen Märtyrerpriesters. Bereits um 4 Uhr  gedenken am 20. August die Würzburger Kreuzberg-Wallfahrer bei der Messfeier zum  Auftakt ihrer Wallfahrt in der Neumünsterkirche des Seligen. Die  Kreuzberg-Wallfahrer sind besonders mit Georg Häfner verbunden, da er Mitglied  der Würzburger Bruderschaft zum Heiligen Kreuz war. Bei ihrer Wallfahrt erinnern  sie deshalb auch traditionell am 20. August um 7.20 Uhr auf der Wegstrecke von  Rimpar nach Gramschatz an die Todesstunde des Märtyrerpriesters.</p><p>Im Karmelitenkloster (Reuererkloster) in Würzburg findet am 20. August um 18  Uhr eine heilige Messe zu Ehren des neuen Seligen statt. Die Karmelitinnen im  Kloster Himmelspforten feiern am 20. August einen Gottesdienst um 7.30 Uhr zum  Gedenken an Georg Häfner in der Hauskapelle des Klosters in der Würzburger  Mainaustraße. Georg Häfner gehörte dem „Dritten Orden vom Berge Karmel“ an und  trug den Ordensnamen „Aloysius vom heiligsten Sakrament“. Mit dem Kloster  Himmelspforten war er besonders verbunden. Dort war er Ministrant und in der  Klosterkirche feierte er seine Primiz.</p><p>Das Tagesgebet für den Gedenktag des neuen Seligen lautet: „Allmächtiger  Gott, du hast den seligen Priester und Märtyrer Georg Häfner zum Zeugen deines  Erbarmens erwählt und sein Lebensopfer in der Gefangenschaft angenommen; lass  uns durch sein Beispiel die Liebe des Erlösers erkennen, dich und die Menschen  lieben und besonders den Feinden vergeben. Darum bitten wir durch Jesus  Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen  Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. Amen.“</p>]]></content:encoded><category>Nachrichten</category><category>Startseite</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-23814</guid><pubDate>Fri, 07 Oct 2011 12:34:36 +0200</pubDate><title>Begrüßung von Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand vor dem Gottesdienst zur Feier der Seligsprechung </title><link>https://heilige.bistum-wuerzburg.de/selige/sel-georg-haefner/ansicht/begruessung-von-generalvikar-dr-karl-hillenbrand-vor-dem-gottesdienst-zur-feier-der-seligsprechung/</link><description>von Pfarrer Georg Häfner am 15. Mai 2011 im Würzburger Kiliansdom 
</description><content:encoded><![CDATA[<p>Von Papst Johannes Paul II. stammt der Satz „Glaubenszeugen verweisen auf  Gott und führen gleichzeitig Menschen zusammen.“ Dies zeigt sich gerade heute in  unserer Gottesdienstgemeinschaft. Viele aus allen Teilen unseres Bistums und  darüber hinaus haben sich hier eingefunden. Uns alle verbindet die Freude über  einen Priester, dessen Glauben sich in schwerer Zeit bewährt hat und dessen  Haltung auch uns Hoffnung vermitteln kann. So heiße ich Sie im Namen unseres  Bischofs sowie des Domkapitels ganz herzlich willkommen und grüße jeden  Einzelnen hier im Dom und an den anderen Plätzen, an die unsere Feier übertragen  wird.</p><p>Besonders freuen wir uns, dass Kardinal Angelo Amato, der Präfekt der  Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse, aus Rom nach Würzburg  gekommen ist und im Auftrag von Papst Benedikt XVI. die Proklamation des neuen  Seligen vornehmen wird. Ebenso willkommen heiße ich den Apostolischen Nuntius in  Deutschland, Erzbischof Jean-Claude Périsset, als Vertreter des Heiligen Vaters  in unserem Land. Die Verbundenheit mit anderen Diözesen wird ausgedrückt durch  die Teilnahme von Bischof Dr. Gregor Maria Hanke von Eichstätt, Weihbischof  Werner Radspieler aus Bamberg, Weihbischof Wolfgang Bischof aus München sowie  durch den emeritierten Bischof von Speyer, unseren früheren Generalvikar Dr.  Anton Schlembach. Ebenso freuen wir uns über die Anwesenheit der Generalvikare  Prof. Dr. Franz Kaspar aus Limburg, Michael Fuchs aus Regensburg und Michael  Bautz aus Dresden, wo in wenigen Wochen mit Kaplan Alojs Andritzki ein  Mithäftling von Georg Häfner ebenfalls seliggesprochen wird. Die enge Verbindung  mit unserem Nachbarbistum Erfurt bezeugt das Kommen von Domkapitular Wolfgang  Ipolt. Dass in der Person von Prälat Hermann Scheipers (neben dem ermländischen  Priester Karl Kunkel) der letzte lebende Priester, der im KZ Dachau inhaftiert  war, diese Seligsprechung mitfeiert, berührt uns ganz besonders. Ebenso freuen  wir uns, dass unser emeritierter Bischof Paul-Werner Scheele als Konzelebrant  dabei ist, da er das Verfahren zur Seligsprechung von Georg Häfner in Gang  gesetzt hat.</p><p>Erfreulich ist die Teilnahme so vieler Ordensangehöriger; stellvertretend für  alle begrüße ich Abt Michael Reepen von Münsterschwarzach sowie die Schwestern  aus dem Karmel Himmelspforten, zu dem Georg Häfner ja eine ganz besonders enge  Beziehung hatte. Pfarrer Stefan Mai aus Gerolzhofen, der heutige Pfarrer von  Oberschwarzach, ist mit einer großen Zahl von Gläubigen aus der Pfarrei und  ihren Filialen nach Würzburg gekommen; ich heiße ihn zugleich mit allen  anwesenden Priestern willkommen, denn die Seligsprechung eines „ganz normalen  Pfarrers“ kann nicht zuletzt eine Ermutigung für unseren täglichen Dienst sein.</p><p>Dies lässt sich ebenso auf das Engagement der Laien übertragen, für die ich  stellvertretend Herrn Diözesanratsvorsitzenden Karl-Peter Büttner mit weiteren  Vorstandsmitgliedern dieses Gremiums herzlich begrüße. Ein Tag wie der heutige  macht auch deutlich, in welch vielfältigen Beziehungen religiöser,  geschichtlicher und gesellschaftlicher Art unsere Diözese steht. Wenn wir in  Georg Häfner einen Glaubenszeugen verehren, der in der Nazidiktatur ums Leben  kam, dann können wir seiner nur angemessen gedenken, wenn wir seine Gestalt  zusammen mit allen Opfern dieses Unrechtssystems sehen und dabei besonders der  Millionen jüdischer Menschen gedenken, deren Leben damals brutal und gewaltsam  ausgelöscht wurde. So sehe ich es als ein besonders berührendes Zeichen, dass  Dr. Josef Schuster als Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde Würzburg  sowie als Präsident des Landesverbandes der israelitischen Kultusgemeinden in  Bayern an dieser Feier teilnimmt. Für diese beeindruckende Geste der  Gemeinsamkeit danke ich Ihnen ganz besonders.</p><p>Eine Seligsprechung ist nie die Verherrlichung eines einzelnen Menschen,  sondern immer zuerst eine Aussage über das konkrete Wirken der Gnade Gottes. So  gesehen, lässt sich dieses Ereignis durchaus in ökumenischer Perspektive  angehen. Deshalb begrüße ich als Vertreter des evangelisch-lutherischen  Regionalbischofs von Ansbach-Würzburg sehr herzlich Dekan Michael Wehrwein aus  Lohr und zusammen mit ihm den stellvertretenden Dekan Gerhard Neumeister aus  Würzburg sowie den Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in  Würzburg, Pfarrer Christoph Lezuo.</p><p>Beeindruckend ist die Anwesenheit vieler Vertreterinnen und Vertreter aus dem  öffentlichen Leben. Gerade die schlimme Zeit, in der Georg Häfner lebte und  litt, hat uns deutlich gemacht, wie wichtig demgegenüber das Zusammenwirken  kirchlicher und politischer Kräfte zum Wohl der Menschen ist. Diesem Maßstab  wissen wir uns alle bleibend verpflichtet. Deshalb begrüße ich sehr herzlich  Frau Landtagspräsidentin Barbara Stamm zusammen mit den Abgeordneten Günther  Felbinger, Dr. Otto Hünnerkopf, Oliver Jörg, Thomas Mütze und Harald Schneider.  Ich begrüße Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer sowie den Würzburger  Oberbürgermeister Georg Rosenthal mit seinen Stellvertretern und weiteren  Mitgliedern des Stadtrates. Zusammen mit den Landräten der Kreise Haßberge und  Rhön-Grabfeld, Rudolf Handwerker und Thomas Habermann sind zahlreiche Kreisräte  und Bürgermeister aus unterfränkischen Gemeinden gekommen, von denen ich den  Bürgermeister von Oberschwarzach, Josef Radler, stellvertretend für alle eigens  nennen möchte.</p><p>Erfreulich ist schließlich die große Präsenz von Persönlichkeiten aus dem  Bereich der Justiz: Zusammen mit Generalstaatsanwalt Clemens Lückemann begrüße  ich den Präsidenten des Oberlandesgerichts Bamberg Peter Werndl, sowie die  Präsidentin des Landgerichts Würzburg, Anna Maria Stadler. Weiterhin heiße ich  willkommen die Präsidentin des Sozialgerichts Würzburg, Dr. Irmgard  Kellendorfer, Polizeipräsidentin Liliane Matthes und Polizeidirektor Werner  Freidhof aus Würzburg.</p><p>Ausdrücklich willkommen heißen möchte ich schließlich noch die Vertreterinnen  und Vertreter der Medien. Ich verbinde damit unseren Dank für das intensive  Interesse im Vorfeld der Seligsprechung und für die Berichte über die Feier  selbst.</p><p>Damit diese Begrüßung nicht zu einer profanierten Allerheiligenlitanei gerät,  möchte ich hier abbrechen und mich in die gut katholische Formel retten:  „Schließen wir alle mit ein.“ Mit dem Dank für Ihr Kommen verbinde ich den  Wunsch, dass uns diese Feier näher zu Gott führt und enger miteinander  verbindet. Denn diese Form der Verbundenheit brauchen wir mehr denn je.</p>]]></content:encoded><category>Feier der Seligsprechung</category><category>Dokumentation</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-23805</guid><pubDate>Fri, 07 Oct 2011 12:34:32 +0200</pubDate><title>Begrüßung und Bitte um Seligsprechung </title><link>https://heilige.bistum-wuerzburg.de/selige/sel-georg-haefner/ansicht/begruessung-und-bitte-um-seligsprechung/</link><description>Bischof Dr. Friedhelm Hofmann bei der Feier der Seligsprechung am Sonntag, 15. Mai 2011, im Würzburger Kiliansdom 
</description><content:encoded><![CDATA[<p>Verehrte Eminenz, sehr geehrter Angelo Kardinal Amato,</p><p>sehr geehrter Herr Apostolischer Nuntius Jean-Claude Périsset,</p><p>liebe Mitbrüder im bischöflichen, priesterlichen und diakonalen Dienst,</p><p>verehrte liebe Schwestern und Brüder hier im Dom und wo immer Sie mit uns  über das Fernsehen verbunden sind.</p><p>Mit dem heutigen Festtag und der Seligsprechung von Pfarrer Georg Häfner  strahlt Gottes Gegenwart in unserem Leben auf. Im Lebenszeugnis des  Märtyrerpriesters Georg Häfner wird gerade im Konzentrationslager Dachau, einer  „Stadt ohne Gott“, wie dieser Ort der Qualen auch einmal genannt wurde, Gottes  Dasein greifbar. Da, wo Gottes Gegenwart am wenigsten vermutet wird, leuchtet  sie auf einmal in einem Menschen auf, der in der größten Erniedrigung, in Hunger  und Schmach Gottes Güte und wehrlose Hingabe lebt.</p><p>Mit dem heutigen Tag vollendet sich ein Weg der Seligsprechung, die von der  Dachauer Priestergemeinschaft und dem Priesterverein der Diözese 1986 an meinen  Vorgänger, den Diözesanbischof Paul-Werner Scheele, herangetragen und von ihm  auf den Weg gebracht wurde.</p><p>Verehrte Eminenz, Kardinal Amato, es ist uns eine große Freude, dass unser  Heiliger Vater Sie als seinen Delegaten ausgewählt und zu uns gesandt hat, um  die Seligsprechung unseres Würzburger Pfarrers Georg Häfner vorzunehmen. Als  Präfekt der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse waren Sie  intensiv mit der Geschichte des Märtyrerpriesters Georg Häfner befasst. Ich  bitte Sie herzlich, das Dekret von Papst Benedikt XVI. über die Aufnahme Pfarrer  Georg Häfners unter die Seligen der Kirche zu verlesen.</p><p>Vorher aber führt uns noch unser diözesaner Postulator Domdekan Günter Putz  in das Leben Georg Häfners ein und begründet, warum Georg Häfner ein Vorbild für  unseren Glauben und ein Seliger der Kirche ist.</p>]]></content:encoded><category>Feier der Seligsprechung</category><category>Dokumentation</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-23783</guid><pubDate>Fri, 07 Oct 2011 12:34:25 +0200</pubDate><title>Vita von Pfarrer Georg Häfner </title><link>https://heilige.bistum-wuerzburg.de/selige/sel-georg-haefner/ansicht/vita-von-pfarrer-georg-haefner/</link><description>Vorgetragen von Domdekan Monsignore Günter Putz, diözesaner Postulator, bei der Feier der Seligsprechung am Sonntag, 15. Mai 2011, im Würzburger Kiliansdom </description><content:encoded><![CDATA[<p>Georg Häfner wird am 19. Oktober 1900 als Sohn des städtischen Arbeiters  Valentin Häfner und dessen Ehefrau Babette in Würzburg geboren. Nach dem Besuch  des Alten Gymnasiums in Würzburg 1910 bis 1918 und dem bestandenen Kriegsabitur  studiert er – nach einem einjährigen militärischen Hilfsdienst unter anderen in  Lüttich – Theologie in Würzburg von 1919 bis 1924. In dieser Zeit tritt er dem  Katholischen Studentenverein Unitas bei. Wichtig für sein eigenes spirituelles  Werden ist sein Eintritt in den Dritten Orden vom Berge Karmel. Häfner hatte  durch die Karmelitinnen in Himmelspforten, wo er seit früher Kindheit bei der  Heiligen Messe ministrierte, den Geist des Karmel in seiner jugendlichen  Aufbauphase aufgenommen. Die Priesterweihe empfängt er am 13. April 1924 in der  Michaelskirche zu Würzburg. Am Ostermontag feiert er im Kloster Himmelspforten  Primiz. Nach Kaplanstätigkeiten in Motten (1924), Goldbach (8.2.-17.3.1925),  Mürsbach (1925 – 1928), Altglashütten (1928 – 1934) wird er Pfarrer in  Oberschwarzach (12. November 1934). Sein pastorales Wirken als Pfarrer fällt  zusammen mit der Nazi-Diktatur. Als eifriger, überzeugter Geistlicher nimmt er  seine Verpflichtungen und Aufgaben sehr ernst. Unausweichlich kommt es zum  Konflikt mit den Nationalsozialisten. Der ruhige und eher introvertierte  Geistliche wird politisch ein „Gegner“, ein Verfolgter. Der Bericht der  bischöflichen Visitation vom 15. Juni 1938 charakterisiert ihn als eifrigen,  gewissenhaften Seelsorger: „Die harmonische Visitation im Pfarrbezirk  Oberschwarzach hat wohlbefriedigt. Die Kinder zeigen gute religiöse Kenntnisse.  Am Kommunionempfang beteiligten sich erfreulicherweise gegen 700 Gläubige. (...)  Für den pastorellen Eifer wird dem H. H. Pfarrer der oberhirtliche Dank  ausgesprochen.“ Die Verdächtigung, Ablehnung und Verfolgung Häfners durch die  Nazi-Anhänger nimmt zu, wie die erste Vernehmung seitens der Nazi-Behörden am  26. Januar 1941, das Verbot des Religionsunterrichtes am 22. August 1941 und das  für die Einweisung ins KZ einleitende Denunziationsschreiben des  Ortsgruppenleiters vom 17. August 1941 verdeutlichen. Die Schutzhaft wegen  staatsabträglichen Verhaltens wird am 3. Oktober 1941 angeordnet. Am 31. Oktober  1941 erfolgt die Verhaftung. Trotz eines Schreibens des Generalvikars  Miltenberger um Freilassung wird Häfner am 12. Dezember 1941 ins KZ Dachau  abtransportiert. Der Gefangene mit der Nr. 28 876 stirbt am 20. August 1942 um  7.20 Uhr infolge von Phlegmone eines Hungertodes. Häfners eindeutige  Abwehrhaltung zum Dritten Reich bringt ihn ins KZ. Die Verweigerung des  Hitler-Grußes, seine klaren Warnungen in der Predigt, verdichten sich in einem  Ereignis, das schließlich zu seiner Inhaftierung führt: die Beerdigung des  Forstwarts Michael Wünsch. Gerade sein pastorales Vorgehen macht deutlich:  Häfner hat nicht in erster Linie das Nazi-Regime bekämpft, sondern in der  konsequenten Wahrnehmung seines priesterlichen Dienstes ist er Opfer seiner  Gewissensüberzeugung geworden, ja im Grunde seiner seelsorglichen Pflicht. Um  den Parteigenossen Wünsch mit der Kirche auszusöhnen und ihm ein kirchliches  Begräbnis zu ermöglichen, legt er ihm durch seinen Kaplan eine Erklärung vor,  nach der dieser seine standesamtlich geschlossene Ehe vor Gott und seinem  Gewissen für ungültig halte. Damit wird die Verhaftung Häfners ausgelöst und  konsequent durchgeführt. Häfners Lebenszeugnis bekommt in der Gefangenschaft in  Dachau seine eigentliche Leuchtkraft.</p><p>Das Leben, Wirken, Leiden und Sterben Georg Häfners erschließt sich am  eindringlichsten durch ihn selbst. Zuverlässig und authentisch vermitteln seine  Briefe aus Schutzhaft und KZ einen gottergriffenen, christusverbundenen,  seelsorglich motivierten Geistlichen, der Gottes Gegenwart an einem Ort äußerer  Gottlosigkeit lebendig werden lässt. Aus seinen Gefangenschaftsbriefen lässt  sich eine autobiografische Sinndeutung dieser Leidenszeit erschließen. Nicht die  Zweitursachen deuten sein Leben aus, sondern die Erstursache: Gott. Häfner ist  ein Berufener, als Christ, als Priester, als Gefangener. Sein Leben aus dem  Glauben hilft ihm zur richtigen Seins-Deutung. Er klagt nicht seine Übeltäter  oder die Rädelsführer an, die ihn in die missliche Lage gebracht haben.</p><p>So erweist sich Häfners pastorale Einstellung als Treue zu Christus. Aus der  erfahrenen Gottesnähe nimmt er den ihm anvertrauten Dienst der Versöhnung  radikal ernst. Es bleibt nichts Anderes, als keine Feinde zu haben, mit allen  gut zu sein, mitzuwirken am erlösenden Weltgrundgesetz des dreifaltigen Gottes:  Liebe sein, Liebe offenbaren, Liebe geben, damit die Menschen das Leben haben,  und es in Fülle haben (vgl. Joh 10,10).</p><p>So wird in der Leidenszeit in Dachau in der Gestalt Georg Häfners ein Zeuge  des Herrn lebendig, der sich ganz und gar in Gott beheimatet weiß. Er, der Gott  als Grund seines Lebens erfährt, wird in eine Welt ohne Gott gesandt, um  existentiell eine Welt mit Gott aufleuchten zu lassen. Ein Märtyrer der  Versöhnung, ein Priester einer innigen Kreuzesliebe, ein Bote des Glaubens steht  am Ende vor uns. Mit seinem Vermächtnis aus seinem Gefangenschaftsbrief vom 9.  Dezember 1941: „Keinem Menschen wollen wir fluchen, keinem etwas nachtragen, mit  allen wollen wir gut sein“, stellt sich Häfner mit seinem ganzen Lebenszeugnis  unter die Bitte Jesu Christi am Kreuz: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen  nicht, was sie tun (Lk 23,33).“</p>]]></content:encoded><category>Feier der Seligsprechung</category><category>Dokumentation</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-23790</guid><pubDate>Fri, 07 Oct 2011 12:34:22 +0200</pubDate><title>Apostolisches Schreiben von Papst Benedikt XVI. (Deutsche Übersetzung) </title><link>https://heilige.bistum-wuerzburg.de/selige/sel-georg-haefner/ansicht/apostolisches-schreiben-von-papst-benedikt-xvi-deutsche-uebersetzung/</link><description>Vorgetragen in lateinischer Sprache von Angelo Kardinal Amato bei der Feier der Seligsprechung am Sonntag, 15. Mai 2011, im Würzburger Kiliansdom 
</description><content:encoded><![CDATA[<p>Indem Wir den Wunsch Unseres Bruders</p><p>Friedhelm Hofmann,</p><p>Bischof von Würzburg,</p><p>vieler anderer Brüder im Episkopat</p><p>und vieler Gläubiger erhören</p><p>und nachdem Wir auch die Meinung</p><p>der Kongregation für die Heiligsprechung gehört haben,</p><p>gewähren Wir aufgrund unserer Apostolischen Autorität,</p><p>dass der Diener Gottes</p><p>Georg Häfner,</p><p>Priester und Märtyrer,</p><p>der mit Eifer und Klugheit das Evangelium bezeugte,</p><p>dessen Wahrheit er ohne Zweifel denen verkündete,</p><p>die seiner pastoralen Sorge anvertraut waren,</p><p>von nun an Seliger genannt werde,</p><p>und dass sein Fest gefeiert werden kann</p><p>an den Orten und nach den vom Recht festgesetzten Regeln</p><p>jedes Jahr am 20. August</p><p>dem Tag seiner Geburt zum Himmel.</p><p>Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.  Amen.</p><p>Gegeben zu Rom,</p><p>im Jahr des Herrn 2011</p><p>im siebten Jahr unseres Pontifikats.</p><p>Papst Benedikt XVI.</p>]]></content:encoded><category>Feier der Seligsprechung</category><category>Dokumentation</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-23769</guid><pubDate>Fri, 07 Oct 2011 12:34:18 +0200</pubDate><title>„Der eine Zeuge steht für die vielen“ </title><link>https://heilige.bistum-wuerzburg.de/selige/sel-georg-haefner/ansicht/der-eine-zeuge-steht-fuer-die-vielen/</link><description>Predigt von Bischof Dr. Friedhelm Hofmann am Sonntag, 15. Mai 2011, beim Pontifikalgottesdienst im Kiliansdom zur Seligsprechungsfeier von Pfarrer Georg Häfner 
</description><content:encoded><![CDATA[<p>Mit dem Blick auf die Seligsprechung von Pfarrer Georg Häfner am heutigen  Tag, habe ich für unser Bistum Würzburg den Leitsatz gewählt: „Jetzt ist die  Zeit der Gnade“. Angesichts dieser Seligsprechung gewinnen diese Worte aus der  Heiligen Schrift ihre innere Mitte.</p><p>„Jetzt ist sie da, die Zeit der Gnade, jetzt ist er da, der Tag der Rettung.“  (2 Kor 6,2) schrieb der heilige Paulus den Christen in Korinth, um ihnen Mut zu  machen, sich der großen Chancen in ihrer Zeit bewusst zu werden.</p><p>Wir leben alle in der kleinen Weile (vgl. Hebr 10,37) zwischen Himmelfahrt  und Wiederkunft Jesu Christi. Das ist ‚unsere‘ Zeit der Gnade. Diese kleine  Weile ist eine Zeit der Pilgerschaft, eine Zeit der Prüfungen und auch der  Leiden, die uns auf die kommende Herrlichkeit vorbereiten sollen. Das, was für  die Menschheitsgeschichte insgesamt gilt, trifft auch auf die Lebenszeit eines  jeden von uns zu: Unser Leben ist ein Pilgerweg zu Gott.</p><p>Viele mögen dies anders sehen und die wenigen Jahre, die sie auf dieser Erde  leben können, als die einzige greifbare Existenz verstehen, die es voll  auszukosten gilt. Wenn dieses kurze Leben aber alles ist, liegt auch die  Versuchung nahe, alle Mittel zu nutzen, um das eigene Dasein so angenehm wie  möglich zu machen und – ohne Rücksicht auf Verluste – das eigene kurze Leben  auszukosten. Dass sich dabei leicht Enttäuschungen und Frust einstellen, weil  wir eben nicht in einem Paradies leben und mit Brüchen, Rückschlägen, Krankheit  und Tod konfrontiert werden, erfahren wir alltäglich.</p><p>Unser neuer Seliger, Pfarrer Georg Häfner, war ein schlichter, kantiger Mann  Gottes, der seine Hoffnung ganz auf Gottes Dasein ausgerichtet hatte. Er lebte  aus der Gewissheit: Gott ist unter uns. Und unser Leben wird vollendet werden,  wenn wir uns auf Gott hin orientieren.</p><p>Pfarrer Häfner war ein Mann des Gebetes und stark im Glauben.</p><p>Schon als Kind sah man ihn oft mit Gebetbuch und Rosenkranz. Sowohl als  Ministrant in Himmelspforten als auch als Ferienkind im Geburtsort seines Vaters  in Impfingen fiel seinen Spielkameraden und Verwandten auf, dass er sich oft  zurückzog, um im Gebet bei Gott zu verweilen. Er tauchte innerlich ganz in  Gottes Gegenwart ein und fand einen tiefen Zugang zum gegenwärtigen Herrn in der  heiligen Eucharistie. Auf die Feier der heiligen Messe bereitete er sich als  Priester in Stille vor und nahm sich genügend Zeit für die Danksagung. Die  tägliche Anbetung vor dem Tabernakel war ihm selbstverständlich. Dieses bei Gott  Verweilen ließ ihn die Frohe Botschaft als lebensnahe Wirklichkeit erfahren, die  aufbaut und heilt. Das war mehr, als ein harmloses frommes Ausweichen in  eingebildete Gefühlswelten. „Ich setze mein ganzes Vertrauen in das Gebet“,  schrieb er vor seinem Abtransport von Würzburg nach Dachau. Und aus dem  Konzentrationslager Dachau heraus schrieb er: „Trost und Kraft und alles finden  wir im Gebet und in der Hingabe an Gott.“</p><p>Georg Häfner trat in der Feier der heiligen Messe in den Abendmahlssaal ein.  Hier wurde für ihn die Liebe Gottes für uns Menschen greifbar: Die Hingabe des  Lebens Jesu Christi für uns Sünder. Was Jesus Christus durch sein Leiden und  Sterben am Karfreitag für die Menschen erwirkt hat, ‚das Heil der Menschen‘, war  schon am Gründonnerstagabend in der Abendmahlsfeier gegenwärtig und fand in den  sakramentalen Zeichen von Brot und Wein bleibende Gültigkeit. Aus dieser  Begegnung mit dem gegenwärtigen und heilenden Christus wuchs Georg Häfner auf  dem Kreuzweg im Konzentrationslager Dachau eine bewundernswerte  Glaubensfestigkeit zu. Entschlossen und kraftvoll ist er Christus nachgefolgt  bis zur Hingabe des eigenen Lebens. Sein eigenes Leiden hat er für die ihm  anvertrauten Menschen aufgeopfert.</p><p>In der Hölle von Dachau fanden er und viele seiner Mitgefangenen, die oft  genug bestialisch gequält, erniedrigt und zu Tode geschunden wurden, aus dem  Gebet und der Feier der Eucharistie die Kraft, um Vergebung zu bitten und  Vergebung zu gewähren – selbst den Peinigern. Die Forderung Jesu: „Liebt eure  Feinde; tut denen Gutes, die Euch hassen. Segnet die, die euch verfluchen; betet  für die, die euch misshandeln.“ (Lk 6, 27/28) scheint uns oft genug zuviel des  Guten zu sein. Aus uns selbst können wir dies auch nicht erreichen. Dazu  brauchen wir Gottes Hilfe. Dass es aber möglich ist, zeigen uns Menschen, die in  Extremsituationen ihres Lebens, dazu die Kraft von Gott geschenkt bekommen  haben. Darum lässt uns dieses Glaubenszeugnis in Dachau mit großer Dankbarkeit  auf Georg Häfner als Seligen schauen. Er hat sich diese Forderung Jesu zu Eigen  gemacht und</p><p>konsequent gelebt. Das wird deutlich in seinen Briefen aus dem KZ, wenn er  schreibt: „Keinem Menschen wollen wir fluchen, keinem etwas nachtragen, mit  allen wollen wir gut sein“ oder „Für mich gibt es keine Feinde.“</p><p>Bei dieser Seligsprechung geht es nicht einfach darum, der Schar der Seligen  und Heiligen einen weiteren hinzuzufügen, sondern darum, von ihm zu lernen, wie  unser eigenes Leben besser gelingen kann. Wie Pfarrer Häfner eingewurzelt war in  den gegenwärtigen Herrn, wie er ausgerichtet war auf den Himmel, wo sich unser  Leben erst vollenden wird, wie er die Beziehung zu Christus Tag für Tag  vertiefte, all das macht ihn zu einem Anwalt und Zeugen für das wirkliche Leben.  Dazu sind auch wir berufen. Intensives Beten ist kein frommer Luxus, sondern der  Weg zur persönlichen Begegnung mit Gott. Nehmen wir uns dafür die nötige Zeit,  damit auch wir heute zu einem überzeugenden Glaubenszeugnis finden.</p><p>Wenn heute Georg Häfner als exemplarischer Zeuge der Glaubenstreue in der  schweren Zeit des Nationalsozialismus selig gesprochen wird, erfahren damit aber  auch all die ungenannten und unbekannten Zeugen, die in dieser schweren Zeit  ebenfalls treu und konsequent ihren Glauben gelebt und den Nationalsozialisten  so Widerstand geboten haben, ihre Würdigung. Dazu zählen die Männer und Frauen,  die Priester und Ordensleute, die auch wegen ihres Glaubens und ihres Gewissens  Schikane, Repressalien, Verfolgung, Haft und Lager erduldet haben. So steht hier  und heute der eine Zeuge stellvertretend auch für die vielen.</p><p>Würzburg, Deutschland, ja die ganze Welt darf sich heute mit uns freuen, denn  jetzt ist die Zeit der Gnade.</p><p>Amen.</p>]]></content:encoded><category>Feier der Seligsprechung</category><category>Dokumentation</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-23778</guid><pubDate>Fri, 07 Oct 2011 12:34:15 +0200</pubDate><title>Schlussbotschaft von Angelo Kardinal Amato S.D.B. </title><link>https://heilige.bistum-wuerzburg.de/selige/sel-georg-haefner/ansicht/schlussbotschaft-von-angelo-kardinal-amato-sdb/</link><description>bei der Feier der Seligsprechung am Sonntag, 15. Mai 2011, im Würzburger Kiliansdom </description><content:encoded><![CDATA[<p>1. Zunächst will ich mit Euch der allerheiligsten Dreifaltigkeit danken für  die Gaben der Stärke und des Eifers, die in Fülle auf den Seligen Georg Häfner  ausgegossen wurden, den Priester und Märtyrer, den mutigen Zeugen der Wahrheit  des Evangeliums und der priesterlichen Heiligkeit in einem Jahrhundert, das  gekennzeichnet war von der Dunkelheit der Lüge und der gewaltsamen und blutigen  Verfolgung gegen die Kirche Christi.</p><p>Für die Diözese Würzburg, für die Priester, für die Jugendlichen und alle  Gläubigen zeigt sich der Selige Georg Häfner als Vorbild, das man nicht nur  bewundern, sondern nachahmen muss. Als Märtyrer Christi hat er mit Eifer und  Klugheit die Wahrheit des Evangeliums verkündet und verteidigte bis zu seinem  Tod seine Identität und seine Würde als katholischer Priester. Er hat seine  Verfolger mit Sanftmut und Vergebung besiegt. Dem Hass setzte er Liebe entgegen,  der Erniedrigung den Gleichmut, der Rohheit seine Freundlichkeit, der Ideologie  des Todes seiner Peiniger die Wahrheit des ewigen Lebens im auferstandenen  Christus.</p><p>Der Märtyrer unterscheidet sich durch die Radikalität, mit der er das  Evangelium bezeugt. Der Tod in odium fidei, den der Selige Georg Häfner durch  die Hand seiner Unterdrücker erlitt, zeigt, wie er ganz in Christus war und ihm  seine ganze Existenz anvertraut hat, selbst seinen Tod, den er in der  Unmenschlichkeit des Konzentrationslagers in Dachau erlitt. In der Hölle des  Gefängnisses war er ein Strahl des göttlichen Lichtes, der den Knoten der Gewalt  löste durch seine Liebe. Gott, dem Dreifaltigen, der ihm das Leben gegeben  hatte, gab er es zurück, bereichert mit der Palme des Martyriums. Wie Jesus war  auch er ein unschuldiges Lamm, geopfert für die Erlösung und das Heil der  Sünder. Georg Häfner lebte ganz und gar nach dem Evangelium der Seligpreisungen:  „Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle  mögliche Weise verleumdet werdet. Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel  wird groß sein.“ (Mt 5,12).</p><p>2. Was lehrt uns unser Seliger heute? Er lehrt uns stark zu sein im Glauben,  keine Angst zu haben vor denen, die die Kirche und ihre Diener erniedrigen mit  Verleumdungen und Verfolgungen. Die Geschichte zeigt wie die katholischen  Priester zu jeder Zeit und in jedem Teil der Erde immer Zeugnis gegeben haben  für die wahre Heiligkeit, indem sie die Menschheit zum Guten und Wahren erzogen  haben, in der Verteidigung der fundamentalen Rechte jeder menschlichen Person,  zum Leben und zur Gewissensfreiheit.</p><p>Am Schluss ergeht ein besonderer Dank an den Heiligen Vater Benedikt XVI.,  der in seinem Apostolischen Schreiben zur Seligsprechung Georg Häfner lobt als  „Priester und Märtyrer, der mit Eifer und Klugheit das Evangelium bezeugte,  dessen Wahrheit er ohne Zweifel denen verkündete, die seiner pastoralen Sorge  anvertraut waren.“ Der Heilige Vater ist besonders bewegt von der auferbauenden  Vorstellung dieses Märtyrerpriesters, seines Zeitgenossen.</p><p>Liebe Gläubige, die Märtyrer sind zu betrachten, aber vor allem nachzuahmen.  Das Blut der Märtyrer ist ein dynamischer Sauerteig für das Leben der ganzen  Kirche und vor allem für uns eine Einladung, nicht zu schlafen, sondern  heiligmäßig zu wachen in der Treue zu unserem Taufversprechen.</p><p>Seliger Georg Häfner, bitte für uns.</p>]]></content:encoded><category>Feier der Seligsprechung</category><category>Dokumentation</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-23754</guid><pubDate>Fri, 07 Oct 2011 12:34:02 +0200</pubDate><title>Schlusswort von Bischof Dr. Friedhelm Hofmann </title><link>https://heilige.bistum-wuerzburg.de/selige/sel-georg-haefner/ansicht/schlusswort-von-bischof-dr-friedhelm-hofmann/</link><description>bei der Feier der Seligsprechung am Sonntag, 15. Mai 2011, im Würzburger Kiliansdom </description><content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Schwestern und Brüder, auch ich möchte zusammen mit Ihnen unserem  Heiligen Vater Papst Benedikt XVI. Dank sagen, dass wir nun den Seligen Pfarrer  Georg Häfner als Fürbitter anrufen dürfen.</p><p>Aber auch Ihnen, Herr Kardinal Amato, der Sie als Gesandter des Heiligen  Vaters die Seligsprechung vorgenommen haben, möchte ich ebenso herzlich danken,  wie allen, die hier im Dom, in der Neumünsterkirche oder an den Fernsehern mit  uns gefeiert haben.</p><p>Danken möchte ich allen liturgischen Diensten und den Musikern, insbesondere  dem Domchor und dem Chor des Egbert-Gymnasiums Münsterschwarzach und auch allen  Medienleuten, die für eine gute Übertragung und Verbreitung dieses Ereignisses  Sorge tragen.</p><p>Möge Gottes Segen, um den wir jetzt bitten, uns auf die Fürsprache des  seligen Pfarrers Georg Häfner in die Zukunft hinein begleiten.</p>]]></content:encoded><category>Feier der Seligsprechung</category><category>Dokumentation</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-23824</guid><pubDate>Fri, 07 Oct 2011 12:33:41 +0200</pubDate><title>Märtyrer des 20. Jahrhunderts</title><link>https://heilige.bistum-wuerzburg.de/selige/sel-georg-haefner/ansicht/maertyrer-des-20-jahrhunderts/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Sie sind Opfer des Nationalsozialismus und des Kommunismus, zählen zu den Reinheitsmärtyrern oder kommen bei der Ausbreitung des Evangeliums in den Missionsgebieten ums Leben. Rund 700 deutsche Blutzeugen des 20. Jahrhunderts sind in das „Deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts“ aufgenommen worden. Papst Johannes Paul II. hatte 1994 dazu aufgerufen, alle Männer und Frauen dem Vergessen zu entreißen, die um des christlichen Glaubens willen verfolgt und gewaltsam getötet worden sind. Ergebnis dieses Appells sind die zum Heiligen Jahr 2000 in vielen Ländern erstellten Martyrologien mit den Namen und Viten der Blutzeugen – in Deutschland das im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz von Helmut Moll herausgegebene zweibändige Werk. Aus dem Bistum Würzburg zählen zu den Blutzeugen aus der Zeit des Nationalsozialismus Pfarrer Georg Häfner, Pater Engelmar Unzeitig, Dr. Karl Ludwig Freiherr von und zu Guttenberg, Franz Herbert, Fred Joseph und Dr. Franz Sperr. In der Mission verloren folgende aus der Diözese Würzburg stammenden Frauen und Männer ihr Leben im Einsatz für die Ausbreitung des Evangeliums: Schwester M. Cordula Ebert (Obereschenbach), Pater Franz Winzenhörlein (Estenfeld), Schwester Arildis Engelbrecht (Röthlein), Schwester Theresildis Brendler (Estenfeld), Pater Witmar Farrenkopf (Neudorf bei Amorbach), Bruder Petrus Gernert (Kleinwenkheim), Pater Dr. Lucius Roth (Weichtungen), Bruder Gregor Giegerich (Großwallstadt) und Bischof Adolph Schmitt (Rimpar). Allen ist gemeinsam, dass sie einen gewaltsamen Tod erlitten, dass ihre Verfolger vom Motiv des Glaubens- oder Kirchenhasses geleitet wurden und dass sich diese Märtyrer in Gottes Willen fügten. Heilige oder Selige sind diese Blutzeugen des 20. Jahrhunderts meist nicht. Aber sie gelten als Vorbilder im Glauben, als Vorbilder für unser Leben.</p><p>Zeugen für Christus. Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts. Herausgegeben von Helmut Moll im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz. 5. erweiterte und aktualisierte Auflage, Paderborn 2010, ISBN 978-3-506-75778-4.</p>]]></content:encoded><category>Nachrichten</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-23797</guid><pubDate>Wed, 05 Oct 2011 17:26:40 +0200</pubDate><title>Langer Applaus für den neuen Seligen</title><link>https://heilige.bistum-wuerzburg.de/selige/sel-georg-haefner/ansicht/langer-applaus-fuer-den-neuen-seligen-1/</link><description>Festliche Seligsprechungsfeier für den Märtyrerpriester Georg Häfner im Würzburger Kiliansdom – Angelo Kardinal Amato verliest Dekret von Papst Benedikt XVI. – Bischof Dr. Friedhelm Hofmann: Würdigung auch für alle ungenannten und unbekannten Zeugen – Feier erstmals in Würzburg
</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg</strong> (POW) Die Diözese Würzburg hat einen neuen Seligen.  Bei einem festlichen Gottesdienst im Würzburger Kiliansdom verlas der Päpstliche  Delegat Angelo Kardinal Amato, Präfekt der Kongregation für die Selig- und  Heiligsprechungsprozesse, das Dekret von Papst Benedikt XVI. über die Aufnahme  des Würzburger Märtyrerpriesters Georg Häfner (1900-1942) unter die Seligen der  Kirche. „Wir gewähren aufgrund unserer Apostolischen Autorität, dass der Diener  Gottes Georg Häfner von nun an Seliger genannt werde“, heißt es in dem Schreiben  des Papstes. Bischof Dr. Friedhelm Hofmann betonte, mit der Seligsprechung  erführen auch all die ungenannten und unbekannten Zeugen ihre Würdigung, die in  dieser schweren Zeit ebenfalls treu und konsequent ihren Glauben gelebt und den  Nationalsozialisten so Widerstand geboten haben. An der Feier am  Sonntagnachmittag, 15. Mai, im Kiliansdom nahmen rund 1700 Menschen teil – unter  ihnen Prälat Hermann Scheipers, der mit Häfner im Konzentrationslager Dachau  inhaftiert war. Weitere 200 Gläubige verfolgten die Feier im Neumünster sowie  auf dem Kiliansplatz mit. Das Bayerische Fernsehen übertrug die Seligsprechung  live.</p><p>Die festliche Proklamation des neuen Seligen stand gleich am Beginn der über  zweistündigen Seligsprechungsfeier, die erstmals in Würzburg stattfand. Mit der  Seligsprechung von Pfarrer Georg Häfner strahle Gottes Gegenwart in unserem  Leben auf, sagte Bischof Hofmann. Im Lebenszeugnis des Märtyrerpriesters Georg  Häfner werde gerade im Konzentrationslager Dachau, einer „Stadt ohne Gott“,  Gottes Dasein greifbar. „Da, wo Gottes Gegenwart am wenigsten vermutet wird,  leuchtet sie auf einmal in einem Menschen auf, der in der größten Erniedrigung,  in Hunger und Schmach Gottes Güte und wehrlose Hingabe lebt.“ Mit dem römischen  Postulator Dr. Andrea Ambrosi bat der Bischof den Präfekten der Selig- und  Heiligsprechungskongregation, die Seligsprechung des Märtyrerpriesters Georg  Häfner zu proklamieren.</p><p><strong><em>Papst: „Dass der Diener Gottes Georg Häfner von nun an Seliger  genannt werde“</em></strong></p><p>Bevor Kardinal Amato das Dekret des Papstes verkündete, führte der diözesane  Postulator im Seligsprechungsprozess, Domdekan Monsignore Günter Putz, in das  Leben Georg Häfners ein und begründete, warum dieser ein Vorbild für den Glauben  und ein Seliger der Kirche sei. Häfners Lebenszeugnis bekomme in der  Gefangenschaft im Konzentrationslager Dachau seine eigentliche Leuchtkraft.  Zuverlässig und authentisch vermittelten Häfners Briefe aus Schutzhaft und  Konzentrationslager einen gottergriffenen, christusverbundenen, seelsorglich  motivierten Geistlichen, der Gottes Gegenwart an einem Ort äußerer Gottlosigkeit  lebendig werden lasse. „So wird in der Leidenszeit in Dachau in der Gestalt  Georg Häfners ein Zeuge des Herrn lebendig, der sich ganz und gar in Gott  beheimatet weiß. Er, der Gott als Grund seines Lebens erfährt, wird in eine Welt  ohne Gott gesandt, um existentiell eine Welt mit Gott aufleuchten zu lassen. Ein  Märtyrer der Versöhnung, ein Priester einer innigen Kreuzesliebe, ein Bote des  Glaubens steht am Ende vor uns“, betonte Putz.</p><p>„Im ausdrücklichen Auftrag Seiner Heiligkeit Papst Benedikt XVI.“ verlas  Kardinal Amato daraufhin das Apostolische Schreiben in lateinischer Sprache,  „mit dem der Heilige Vater den ehrwürdigen Diener Gottes Georg Häfner in das  Verzeichnis der Seligen aufnimmt“. Oberschwarzachs Pfarrer Stefan Mai trug den  Text in deutscher Übersetzung vor. Der Papst verfügt die Seligsprechung mit den  Worten: „Indem Wir den Wunsch Unseres Bruders Friedhelm Hofmann, Bischof von  Würzburg, vieler anderer Brüder im Episkopat und vieler Gläubiger erhören und  nachdem Wir auch die Meinung der Kongregation für die Heiligsprechung gehört  haben, gewähren Wir aufgrund unserer Apostolischen Autorität, dass der Diener  Gottes Georg Häfner, Priester und Märtyrer, der mit Eifer und Klugheit das  Evangelium bezeugte, dessen Wahrheit er ohne Zweifel denen verkündete, die  seiner pastoralen Sorge anvertraut waren, von nun an Seliger genannt werde und  dass sein Fest gefeiert werden kann an den Orten und nach den vom Recht  festgesetzten Regeln jedes Jahr am 20. August, dem Tag seiner Geburt zum  Himmel.“</p><p>Danach wurde das zwei mal drei Meter große, vom Veitshöchheimer Künstler  Helmut Booz gemalte Porträt des neuen Seligen in der Apsis des Doms enthüllt.  Die Klänge des von Markus Binzenhöfer getexteten und komponierten Häfner-Lieds,  „Du wolltest Zeuge sein“, und ein langanhaltender Applaus für den neuen Seligen  begleiteten die damit erfolgte Seligsprechung. Nach den Dankesworten an Papst  Benedikt XVI. sprach Bischof Hofmann erstmals den neuen Messtext für den jetzt  seligen Georg Häfner: „Allmächtiger Gott, im Leben und Wirken des seligen  Priesters Georg Häfner hast du der Kirche einen Zeugen deines Erbarmens  geschenkt und sein Glaubenszeugnis in der Gefangenschaft als Lebensopfer  angenommen. Lass uns durch sein Beispiel die erlösende Liebe deines Sohnes  erkennen, dich und die Menschen lieben und besonders den Feinden vergeben.“</p><p><strong><em>Bischof Hofmann: „Der eine Zeuge steht auch für die  vielen“</em></strong></p><p>In seiner Predigt bezeichnete Bischof Hofmann das Leben als Pilgerweg zu  Gott, als eine Zeit der Prüfungen und auch der Leiden, die auf die kommende  Herrlichkeit vorbereiten solle. Der neue Selige Georg Häfner sei ein schlichter,  kantiger Mann Gottes gewesen, der seine Hoffnung ganz auf Gottes Dasein  ausgerichtet habe. „Er lebte aus der Gewissheit: Gott ist unter uns. Und unser  Leben wird vollendet werden, wenn wir uns auf Gott hin orientieren. Pfarrer  Häfner war ein Mann des Gebetes und stark im Glauben.“ Aus der Begegnung mit  Christus sei Georg Häfner auf dem Kreuzweg im Konzentrationslager Dachau eine  bewundernswerte Glaubensfestigkeit zugewachsen. Entschlossen und kraftvoll sei  er Christus nachgefolgt bis zur Hingabe des eigenen Lebens. Sein eigenes Leiden  habe er für die ihm anvertrauten Menschen aufgeopfert. „In der Hölle von Dachau  fanden er und viele seiner Mitgefangenen, die oft genug bestialisch gequält,  erniedrigt und zu Tode geschunden wurden, aus dem Gebet und der Feier der  Eucharistie die Kraft, um Vergebung zu bitten und Vergebung zu gewähren – selbst  den Peinigern“, betonte der Bischof.</p><p>Weiter unterstrich Bischof Hofmann, dass es bei dieser Seligsprechung nicht  einfach darum gehe, der Schar der Seligen und Heiligen einen weiteren  hinzuzufügen, sondern darum, von Georg Häfner zu lernen, wie das Leben besser  gelingen könne. Pfarrer Häfners Verwurzelung in Christus und seine Ausrichtung  auf den Himmel machten ihn zu einem Anwalt und Zeugen für das wirkliche Leben.  „Dazu sind auch wir berufen. Intensives Beten ist kein frommer Luxus, sondern  der Weg zur persönlichen Begegnung mit Gott. Nehmen wir uns dafür die nötige  Zeit, damit auch wir heute zu einem überzeugenden Glaubenszeugnis finden“,  forderte der Bischof.</p><p>Wenn Georg Häfner als exemplarischer Zeuge der Glaubenstreue in der schweren  Zeit des Nationalsozialismus seliggesprochen werde, erführen damit aber auch all  die ungenannten und unbekannten Zeugen ihre Würdigung, die in dieser schweren  Zeit ebenfalls treu und konsequent ihren Glauben gelebt und den  Nationalsozialisten so Widerstand geboten haben. Dazu zählen nach den Worten des  Bischofs die Männer und Frauen, die Priester und Ordensleute, die auch wegen  ihres Glaubens und ihres Gewissens Schikane, Repressalien, Verfolgung, Haft und  Lager erduldet haben. „So steht hier und heute der eine Zeuge stellvertretend  auch für die vielen. Würzburg, Deutschland, ja die ganze Welt darf sich heute  mit uns freuen, denn jetzt ist die Zeit der Gnade.“</p><p><strong><em>Gabenprozession mit Häfners Brevier, Kelch und  Ziborium</em></strong></p><p>Die Eucharistiefeier zelebrierte Bischof Hofmann zusammen mit dem  Apostolischen Nuntius in Deutschland, Erzbischof Jean-Claude Périsset, Bischof  em. Dr. Paul-Werner Scheele, Weihbischof Ulrich Boom, Weihbischof em. Helmut  Bauer, Domdekan Günter Putz, Dompfarrer Domkapitular Dr. Jürgen Vorndran,  Pfarrer Stefan Mai, Pfarrer Kevin Haule aus der Partnerdiözese Mbinga/Tansania  und dem Sprecher des Priesterrats, Pfarrer Alfred Kraus. Bei der Gabenprozession  trugen die Karmelitin Schwester Mirjam Gosepath aus dem Kloster Himmelspforten  und der Priesterseminarist Jürgen Thaumüller eine Kerze und das Brevier Georg  Häfners zum Altar. Der Goldschmiedemeister Michael Amberg brachte das von Häfner  bei Ambergs Vater in Auftrag gegebene Ziborium (Hostiengefäß) und  Oberschwarzachs Kirchenpfleger Karl Helmich den Kelch, mit dem Häfner als  Pfarrer von Oberschwarzach oft die heilige Messe gefeiert hatte. Die beiden  Oberschwarzacher Kommunionkinder Eva Kraus und Benedikt Dörflein reichten  Bischof Hofmann schließlich Wein und Wasser für die Eucharistiefeier.</p><p>In seinem Schlusswort rief Kardinal Amato auf, die Märtyrer nachzuahmen und  heiligmäßig zu wachen in der Treue zum Taufversprechen. Papst Benedikt XVI. sei  besonders bewegt von der auferbauenden Vorstellung dieses Märtyrerpriesters,  seines Zeitgenossen. „Georg Häfner lehrt uns stark zu sein im Glauben, keine  Angst zu haben vor denen, die die Kirche und ihre Diener erniedrigen mit  Verleumdungen und Verfolgungen.“ Die Geschichte zeige, wie die katholischen  Priester zu jeder Zeit und in jedem Teil der Erde immer Zeugnis gegeben hätten  für die wahre Heiligkeit, indem sie die Menschheit zum Guten und Wahren erzogen  haben, in der Verteidigung der fundamentalen Rechte jeder menschlichen Person,  zum Leben und zur Gewissensfreiheit.</p><p>Den Abschluss der Feier bildete ein Zug der Bischöfe und Priester zum  Urnengrab des Seligen in der Kiliansgruft der Neumünsterkirche. Dort entzündete  Bischof Hofmann eine Kerze und betete am Grab Georg Häfners. Für die  musikalische Gestaltung sorgten unter Leitung von Domkapellmeister Martin Berger  der Würzburger Domchor und das Bläserensemble der Dommusik. Der Chor des  Egbert-Gymnasiums Münsterschwarzach unter Leitung von Mechthild Binzenhöfer sang  Psalmtexte aus dem Oratorium „Häfner – Eine Entscheidung“, das die Schüler in  den vergangenen Wochen in Oberschwarzach, Würzburg und Münsterschwarzach mit  großem Erfolg aufgeführt hatten. Die Orgel spielte Domorganist Professor Stefan  Schmidt. Weiter wirkten die Kreuzbruderschaft Würzburg und die  Studentenverbindung Unitas Hetania mit, bei denen Häfner Mitglied war.</p><p><strong><em>Zahlreiche Ehrengäste aus Kirche, Politik und Justiz </em></strong></p><p>Vor Beginn der Feier hieß Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand die zahlreichen  Gäste aus Kirche, Politik und Justiz willkommen. „Uns alle verbindet die Freude  über einen Priester, dessen Glauben sich in schwerer Zeit bewährt hat und dessen  Haltung auch uns Hoffnung vermitteln kann“, sagte Hillenbrand. Besonders hieß er  Kardinal Amato, Erzbischof Jean-Claude Périsset, Päpstlicher Nuntius in  Deutschland, Bischof Dr. Gregor Maria Hanke (Eichstätt), Bischof em. Dr. Anton  Schlembach (Speyer), die Weihbischöfe Werner Radspieler (Bamberg), Wolfgang  Bischof (München) sowie Vertreter der Diözesen Dresden, Erfurt, Limburg,  Regensburg und Passau willkommen. Sein Gruß galt weiter Prälat Scheipers, Abt  Michael Reepen aus Münsterschwarzach, allen Ordensgemeinschaften, Priestern und  den Vertretern des Diözesanrats.</p><p>Als ein besonders berührendes Zeichen sehe er es, dass Dr. Josef Schuster als  Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde Würzburg sowie als Präsident des  Landesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern an dieser Feier  teilnehme, sagte der Generalvikar. „Wenn wir in Georg Häfner einen  Glaubenszeugen verehren, der in der Nazidiktatur ums Leben kam, dann können wir  seiner nur angemessen gedenken, wenn wir seine Gestalt zusammen mit allen Opfern  dieses Unrechtssystems sehen und dabei besonders der Millionen jüdischer  Menschen gedenken, deren Leben damals brutal und gewaltsam ausgelöscht wurde.“  Hillenbrands Gruß galt weiter dem evangelischen Dekan Michael Wehrwein und  Vertretern der Ökumene.</p><p>Seitens der Politik nahmen Landtagspräsidentin Barbara Stamm, die  Abgeordneten Günther Felbinger, Dr. Otto Hünnerkopf, Oliver Jörg, Thomas Mütze  und Harald Schneider, Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer, der Würzburger  Oberbürgermeister Georg Rosenthal mit seinen Stellvertretern, die Landräte der  Kreise Haßberge und Rhön-Grabfeld, Rudolf Handwerker und Thomas Habermann, sowie  zahlreiche Kreisräte und Bürgermeister aus unterfränkischen Gemeinden teil.  Schließlich würdigte der Generalvikar die große Präsenz von Persönlichkeiten aus  dem Bereich der Justiz mit Generalstaatsanwalt Clemens Lückemann, dem  Präsidenten des Oberlandesgerichts Bamberg, Peter Werndl, der Präsidentin des  Landgerichts Würzburg, Anna Maria Stadler, der Präsidentin des Sozialgerichts  Würzburg, Dr. Irmgard Kellendorfer, Polizeipräsidentin Liliane Matthes und  Polizeidirektor Werner Freidhof aus Würzburg.</p><p>Nach der Feier der Seligsprechung schloss sich ein Empfang auf dem  Kiliansplatz an. Zum Ausschank kam dabei unter anderem ein Wein aus  Oberschwarzach, wo Georg Häfner zuletzt Pfarrer war: ein 2010er Kammerforster  Teufel, Müller-Thurgau, Kabinett. Im Bistum Würzburg erklang nach dem  Gottesdienst in allen Gotteshäusern Festgeläute.</p><p><strong><em>Kurze Vita des Seligen Georg Häfner</em></strong></p><p>Georg Häfner wurde am 19. Oktober 1900 in Würzburg geboren und erhielt dort  am 13. April 1924 in der Michaelskirche die Priesterweihe. Nach Kaplanstätigkeit  in Motten (1924), Goldbach und Mürsbach (1925) sowie Altglashütten (1928 bis  1934) wurde er Pfarrer in Oberschwarzach. Sein unbeirrtes und mutiges Eintreten  für die Kirche führte nach Denunziationen zu Vernehmungen durch das NS-Regime  und schließlich zur Inhaftierung im Oktober 1941. Am 12. Dezember 1941 wurde  Häfner im Konzentrationslager Dachau eingeliefert. Nach großem Leiden durch  Krankheit, Unterernährung und Misshandlung starb er dort am 20. August 1942.  Seine Urne wurde zunächst am 18. September 1942 im Würzburger Hauptfriedhof  beigesetzt. Am 9. Dezember 1982 wurde sie unter Beisein von Bischof Dr.  Paul-Werner Scheele in die Krypta der Neumünsterkirche überführt. Am 23. Juli  1992 wurde das Bischöfliche Erhebungsverfahren zur Seligsprechung eingeleitet.  Den Antrag hatten 1985 die Dachauer Priestergemeinschaft und der Priesterverein  der Diözese Würzburg gestellt. Das Verfahren wurde am 31. Mai 2002  abgeschlossen. Danach wurden die Unterlagen an die Selig- und  Heiligsprechungskongregation in Rom weitergegeben, wo sie geprüft wurden. Am 6.  Februar 2009 erfolgte das Votum der Kongregation für die Selig- und  Heiligsprechungsprozesse, am 3. Juli 2009 die Anerkennung als Märtyrer durch  Papst Benedikt XVI. Am 15. Mai 2011 wurde Georg Häfner im Würzburger Kiliansdom  seliggesprochen.</p>]]></content:encoded><category>Nachrichten</category><category>Feier der Seligsprechung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-23786</guid><pubDate>Wed, 05 Oct 2011 17:26:37 +0200</pubDate><title>Das verhüllte Porträt hängt bereits</title><link>https://heilige.bistum-wuerzburg.de/selige/sel-georg-haefner/ansicht/das-verhuellte-portraet-haengt-bereits/</link><description>Letzte Vorbereitungen zur Feier der Seligsprechung laufen mit Hochdruck – Große Nachfrage nach Facebook- und Internetseite zu Häfner – Malteser am Sonntag mit 20 Helfern vor Ort </description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg</strong> (POW) Mit Hochdruck sind am Freitag, 13. Mai, die  letzten Vorbereitungen für die Seligsprechung des Märtyrerpriesters Georg Häfner  fortgesetzt worden. Handwerker montierten das vom Veitshöchheimer Künstler  Helmut Booz geschaffene, drei auf zwei Meter große Porträt des künftigen Seligen  in der Apsis des Kiliansdoms. Es wird am Sonntag, 15. Mai, im Gottesdienst  enthüllt. Ein Team des Bayerischen Fernsehens baute im Dom Beleuchtungsanlagen  auf, die für die Live-Übertragung benötigt werden.</p><p>Über 160.000 Drucksachen hat das Seligsprechungsbüro im Kilianshaus in den  vergangenen Wochen verschickt. Die größte Zahl entfiel nach Angaben von  Geschäftsführer Matthias Reichert auf die Vorlagen für den Hausgottesdienst zur  Seligsprechung (110.000 Stück), große Mengen wurden auch für die  Maiandachtenvorlage (20.000) und den Kreuzweg mit Häfnertexten (18.000)  nachgefragt.</p><p>Einen großen Zulauf verzeichnet der Auftritt zu Georg Häfner im Sozialen  Netzwerk Facebook (www.facebook.com/georg.haefner).  Seit dem Start der Seite am 1. Februar 2011 haben mehr als 47.000 Personen die  Meldungen angesehen. Bislang haben 140 Personen den „Gefällt mir“-Button der  Facebook-Seite angeklickt. Ebenfalls guten Zuspruch findet die Internetseite www.georg-haefner.de. Bislang haben sich  seit dem Start am 19. Oktober 2010 dort über 43.000 Personen verbeigeschaut. Die  größte Gruppe (95 Prozent) kommt aus Deutschland, die übrigen Nutzer teilen sich  auf die USA, (West-) Europa und Südamerika auf. Die durchschnittliche  Verweildauer auf der Häfner-Website beträgt nach Angaben der Internetredaktion  fünf Minuten.</p><p>„Gut, dass das Wetter ein bisschen abkühlt“, sagte Ernst Freier,  Malteser-Einsatzleiter für den Sanitätsdienst bei den Feierlichkeiten am  kommenden Sonntag. Das verheiße für die Teilnehmer einen weniger beschwerlichen  Tag, da die Luft im Dom nicht so überhitzt sein werde. Freier wird am Sonntag  mit einem Team von 20 Helfern sowie einem Rettungswagen, einem Krankenwagen und  dem großen Einsatzleitwagen vor Ort sein.</p><p>Etwa 100 Ehrenamtliche leisten darüber hinaus im Hintergrund einen wichtigen  Beitrag, damit am Tag der Seligsprechung die Feier reibungslos ablaufen kann.  Sie regeln unter anderem den Zugang zum Dom und weisen Fahrer in die Parkplätze  auf dem Gelände der Möbelhäuser XXXL Neubert sowie IKEA ein. Die  Einlasskontrolle im Kiliansdom übernimmt die Freiwillige Feuerwehr Würzburg.</p>]]></content:encoded><category>Nachrichten</category><category>Feier der Seligsprechung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-23749</guid><pubDate>Wed, 05 Oct 2011 17:26:34 +0200</pubDate><title>Brevierbuch Häfners für Seligsprechungsfeier bereitet</title><link>https://heilige.bistum-wuerzburg.de/selige/sel-georg-haefner/ansicht/brevierbuch-haefners-fuer-seligsprechungsfeier-bereitet/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg</strong> (POW) Ein lateinisches Brevierbuch aus dem Besitz  des künftigen Seligen Pfarrer Georg Häfner haben am Donnerstag, 12. Mai,  Bischofssekretär Domvikar Simon Mayer und Archivoberrat i. K. Dr. Norbert  Kandler im Bischöflichen Ordinariat Würzburg abgeholt. Es wird bei der  Seligsprechungsfeier für den Märtyrerpriester am Sonntag, 15. Mai, im Kiliansdom  in der Gabenprozession zum Altar gebracht werden. Das Brevier wurde, wie ein von  ihm persönlich mit Bleistift geschriebener Eintrag auf der Innenseite zeigt, von  Häfner schon während seiner Zeit im Würzburger Priesterseminar genutzt. Zuletzt  war es Teil einer Häfner-Ausstellung im Vestibül des Ordinariats. Kandler hat  darin seltene Archivalien wie Fotos und Dokumente aus dem Leben des künftigen  Seligen zusammengetragen. Zu sehen ist unter anderem auch ein von Häfner  getragenes Unterhemd, das im Kragen die Initialen „GH“ hat. Die Ausstellung in  der Würzburger Domerschulstraße 2 ist in den kommenden Monaten werktags zu den  Öffnungszeiten des Ordinariats zugänglich.</p>]]></content:encoded><category>Nachrichten</category><category>Feier der Seligsprechung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-23807</guid><pubDate>Wed, 05 Oct 2011 17:26:30 +0200</pubDate><title>Glocken läuten im ganzen Bistum</title><link>https://heilige.bistum-wuerzburg.de/selige/sel-georg-haefner/ansicht/glocken-laeuten-im-ganzen-bistum/</link><description>Diözese Würzburg trifft letzte Vorbereitungen für Seligsprechung des Märtyrerpriesters Georg Häfner am 15. Mai im Würzburger Kiliansdom – Alle Plätze im Dom vergeben – Gutes Miteinander mit iWelt-Marathon Würzburg –Bustransfer von Ikea- und Neubert-Parkplatz – Kammerforster Teufel bei Feier</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg</strong> (POW) Die Diözese Würzburg hat die letzten  Vorbereitungen für die Seligsprechungsfeier des Märtyrerpriesters Georg Häfner  (1900-1942) am 15. Mai um 14 Uhr im Würzburger Kiliansdom getroffen. Rund 2000  Menschen aus allen Regionen der Diözese Würzburg werden zu der für Würzburg  einmaligen Feier im Dom und in der Neumünsterkirche erwartet. Darüber hinaus  soll am 15. Mai um 16 Uhr mit einem viertelstündigen festlichen großen Geläut in  allen Gotteshäusern der Diözese Würzburg und mit Festbeflaggung dieses Ereignis  sichtbar und hörbar werden, sagte Weihbischof Ulrich Boom, Leiter der  Vorbereitungskommission für die Seligsprechungsfeier, bei einer Pressekonferenz  am Montag, 2. Mai, im Kilianshaus in Würzburg. „In der Feier der Seligsprechung  sagen wir, dass an Georg Häfner Christusnachfolge sichtbar geworden ist und wir  in ihm ausdrücklich einen Fürsprecher bei Gott haben. Ich freue mich auf den 15.  Mai.“</p><p>Nach Angaben von Matthias Reichert, Geschäftsführer der  Vorbereitungskommission, ist der Würzburger Dom am 15. Mai „ausverkauft“. Ein  Zugang sei nur mit Platzkarte möglich. Erwartet werden neben kirchlichen  Würdenträgern wie Angelo Kardinal Amato, Präfekt der Kongregation für die Selig-  und Heiligsprechungsprozesse in Rom, und dem Päpstlichen Nuntius in Deutschland,  Dr. Jean-Claude Périsset, Vertreter aus Politik und Behörden mit  Landtagspräsidentin Barbara Stamm und Oberbürgermeister Georg Rosenthal an der  Spitze. Außerdem werden zirka 250 Priester aus der Diözese Würzburg den  Festgottesdienst mitfeiern. Rund 150 Gläubige werden allein aus Häfners Pfarrort  Oberschwarzach erwartet, 50 aus Impfingen bei Tauberbischofsheim, wo Häfner in  Kindheit und Jugend oft weilte. Darüber hinaus nehmen Katholiken aus allen  Regionen der Diözese teil.</p><p>Geöffnet wird der Dom am Sonntag, 15. Mai, um 11.30 Uhr. Für die  Einlasskontrolle ist der Löschzug Zellerau der Freiwilligen Feuerwehr zuständig.  Auf Videoleinwände und Großbildschirme wird der Gottesdienst auch in der  benachbarten Neumünsterkirche sowie auf dem Kiliansplatz übertragen. Platzkarten  sind hierzu nicht nötig. Ein Empfang der Diözese Würzburg auf dem Kiliansplatz  schließt sich nach der Seligsprechungsfeier gegen 16.30 Uhr an. Zum Ausschank  kommt dabei unter anderem ein Wein aus Oberschwarzach, wo Georg Häfner zuletzt  Pfarrer war: ein 2010er Kammerforster Teufel, Müller-Thurgau, Kabinett.</p><p>Durch den Würzburger iWelt-Marathon am selben Tag ist die Parkplatzsituation  in der Würzburger Innenstadt am 15. Mai sehr angespannt. Für den Marathon werden  nach Angaben von Organisator Walter Schwittai rund 4000 Teilnehmer sowie bis zu  15.000 Zuschauer erwartet. Die letzten Läufer würden gegen 14.30 Uhr das Ziel  erreichen. Vor allem im Domumfeld werde der Marathon aber Rücksicht auf die  Seligsprechungsfeier nehmen, sagte Schwittai, der gleichzeitig die angenehme  Zusammenarbeit mit der Diözese Würzburg würdigte.</p><p>Für Teilnehmer der Seligsprechungsfeier bietet die Diözese einen kostenlosen  Busshuttle in der Zeit von 11.30 Uhr bis 13 Uhr vom Ikea-Parkplatz auf der  Mainfrankenhöhe in die Innenstadt an. Der Bus hält am Rennweg, von dort führt  der Fußweg über den Residenzplatz zum Dom. Ordner ermöglichen eine Querung der  Marathon-Strecke. Rückfahrten ab Bushaltestelle Rennweg sind von 16.30 Uhr im  15-Minuten-Takt bis 18 Uhr möglich. Als Alternative steht der Parkplatz des  Möbelhauses Neubert/XXXL Lutz in Würzburg-Heidingsfeld kostenlos zur Verfügung.  Von dort kann mit der Straßenbahn kostenpflichtig bis zum Ausstieg Sanderring  gefahren werden. Vom Sanderring führt der Fußweg über die Sanderstraße,  Augustinerstraße und Domstraße, wo eine Querung der Marathonstrecke möglich ist,  zum Dom. Straßenbahnen fahren wegen des Marathons erst nach 14.30 Uhr in der  Innenstadt. Die Parkplätze des Paradeplatzes, des Kardinal-Döpfner-Platzes und  der Martinstraße sind für das Bayerische Fernsehen, für technische Dienste und  die Ehrengäste der Seligsprechung reserviert. Die Martinstraße wird am Sonntag  von 15.30 Uhr bis zirka 20 Uhr für den Empfang gesperrt.</p><p>Wegen der Vorbereitungsarbeiten des Bayerischen Fernsehens für die  Live-Übertragung ist der Dom ab Freitag, 13. Mai, nach dem 9 Uhr Gottesdienst  geschlossen. Die Gottesdienste finden in verschiedenen Kirchen der Innenstadt  statt. Die Mittagsmeditationen entfallen. Ab Montag, 16. Mai, finden die  Gottesdienste wieder zu den üblichen Zeiten im Dom statt.</p><p>Bereits am Freitagnachmittag, 13. Mai, lädt der Oberbürgermeister der Stadt  Würzburg, Georg Rosenthal, um 16 Uhr zur Aufstellung des Straßennamenschilds  „Georg-Häfner-Platz“ ein. Damit wird die östliche Teilfläche der Bockgasse in  Würzburg, wo Georg Häfner geboren wurde, umbenannt. Am Samstag, 14. Mai, führt  eine Fußwallfahrt vom Kloster Himmelspforten zur Neumünsterkirche. Die Wallfahrt  findet im Rahmen der Seligsprechung und des Weltgebetstags für geistliche Berufe  statt. Um 17.30 Uhr wird zunächst die Vesper am Primizaltar Häfners im Kloster  Himmelspforten gefeiert. Danach führt der Weg zum Neumünster, wo Häfners Asche  ruht. Dort wird um 19.30 Uhr die Vigil gefeiert.</p><p>Georg Häfner wurde am 19. Oktober 1900 in Würzburg geboren und erhielt dort  am 13. April 1924 in der Michaelskirche die Priesterweihe. Nach Kaplanstätigkeit  in Motten (1924), Goldbach und Mürsbach (1925) sowie Altglashütten (1928 bis  1934) wurde er Pfarrer in Oberschwarzach. Sein unbeirrtes und mutiges Eintreten  für die Kirche führte nach Denunziationen zu Vernehmungen durch das NS-Regime  und schließlich zur Inhaftierung im Oktober 1941. Am 12. Dezember 1941 wurde  Häfner in Dachau eingeliefert. Nach großem Leiden durch Krankheit,  Unterernährung und Misshandlung starb er dort am 20. August 1942. Seine Urne  wurde zunächst am 18. September 1942 im Würzburger Hauptfriedhof beigesetzt. Am  9. Dezember 1982 wurde sie unter Beisein von Bischof Dr. Paul-Werner Scheele in  die Krypta der Neumünsterkirche überführt. Am 23. Juli 1992 wurde das  Bischöfliche Erhebungsverfahren zur Seligsprechung eingeleitet und am 31. Mai  2002 abgeschlossen. Danach wurden die Unterlagen an die Selig- und  Heiligsprechungskongregation in Rom weitergegeben, wo sie geprüft wurden.</p><p>Weitere Informationen: Geschäftsstelle Seligsprechung Pfarrer Georg Häfner,  Kilianshaus, Kürschnerhof 2, 97070 Würzburg, Telefon 0931/38665505, Fax  0931/38665509, E-Mail seligsprechung@bistum-wuerzburg.de, Internet www.georg-haefner.de.</p>]]></content:encoded><category>Nachrichten</category><category>Feier der Seligsprechung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-23774</guid><pubDate>Wed, 05 Oct 2011 17:26:26 +0200</pubDate><title>Feier für Mann aus dem Gottesvolk</title><link>https://heilige.bistum-wuerzburg.de/selige/sel-georg-haefner/ansicht/feier-fuer-mann-aus-dem-gottesvolk-1/</link><description>Diözese Würzburg freut sich auf Seligsprechung des Märtyrerpriesters Georg Häfner am 15. Mai im Würzburger Kiliansdom – Rund 2000 Menschen werden in Dom und Neumünster erwartet – Künftige Gedenkstätte in der Kapelle des Domkapitels in Würzburg – Gedenktag am 20. August</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg</strong> (POW) Die Diözese Würzburg freut sich auf die  Seligsprechungsfeier des Märtyrerpriesters Georg Häfner (1900-1942) am 15. Mai  um 14 Uhr im Würzburger Kiliansdom: „Wir sprechen einen Mann aus dem Gottesvolk  selig, der einfach, gläubig und konsequent gelebt hat. Georg Häfner steht für  viele Menschen, die in der NS-Zeit für den Glauben einstanden und litten“, sagte  Weihbischof Ulrich Boom, Leiter der Vorbereitungskommission für die  Seligsprechungsfeier, bei einer Pressekonferenz am Dienstagnachmittag, 12.  April, im Kilianshaus in Würzburg. Rund 2000 Menschen werden zu der Feier im Dom  und in der Neumünsterkirche erwartet. Hauptzelebrant ist Bischof Dr. Friedhelm  Hofmann. Als Päpstlicher Delegat nimmt der Präfekt der Kongregation für die  Selig- und Heiligsprechungsprozesse, Kardinal Angelo Amato, teil.</p><p>Die Eucharistiefeier im Dom wird nach Informationen von Bischofssekretär  Simon Mayer und Liturgiereferent Dr. Stephan Steger durch den formalen Akt der  Seligsprechung eröffnet. Dabei wendet sich Bischof Hofmann mit dem römischen  Postulator Dr. Andrea Ambrosi an Kardinal Amato mit der Bitte, den  Märtyrerpriester Georg Häfner selig zu sprechen. Darauf verliest der diözesane  Postulator Domdekan Monsignore Günter Putz Passagen aus der Lebens- und  Leidensgeschichte Häfners, der von 1934 bis zu seiner Inhaftierung 1941 Pfarrer  von Oberschwarzach im Landkreis Schweinfurt war und am 20. August 1942 im  Konzentrationslager Dachau nach Misshandlung, Hunger und Krankheit starb.  Kardinal Amato verkündet das Apostolische Schreiben in lateinischer Sprache; der  heutige Pfarrer von Oberschwarzach, Stefan Mai (Gerolzhofen), trägt es dann in  deutscher Sprache vor. Anschließend wird das von Helmut Booz (Veitshöchheim)  gemalte, zwei mal drei Meter große Bildnis des neuen Seligen in der Apsis des  Kiliansdoms enthüllt, während das von Markus Binzenhöfer vom Egbert-Gymnasium  Münsterschwarzach komponierte Georg-Häfner-Lied „Mit allen wollen wir gut sein“  erklingt.</p><p>Bei der Eucharistiefeier wird erstmals das sogenannte Liturgische Formular  für Georg Häfner – die neuen Gebetstexte für den Gedenktag des Seligen –  verwendet. In der Gabenprozession bringt eine Karmelitin aus dem Kloster  Himmelspforten, wo Häfner Ministrant war und seine Primiz feierte, eine Kerze  zum Altar. Ein Priesterseminarist trägt das Brevier Häfners vor. Kerze und  Brevier werden beim Bruderschaftskreuz der Würzburger Kreuzbruderschaft  niedergelegt, deren Mitglied Häfner war. Der Oberschwarzacher Kirchenpfleger  Karl Helmich bringt den Primizkelch Häfners zum Altar und der Würzburger  Goldschmiedemeister Michael Amberg das von Häfner in Auftrag gegebene Ziborium  der Pfarrei Oberschwarzach. Das Hostiengefäß, das der Priester kurz vor seiner  Verhaftung im Oktober 1941 bei Ambergs Vater in Auftrag gegeben hatte, trägt im  Fuß die Inschrift „In schwerer Kriegszeit 1941 von Pfarrer Georg Häfner zum Lobe  Gottes in Auftrag gegeben“. Zwei Kommunionkinder aus Oberschwarzach bringen  schließlich Wein aus Oberschwarzach zum Altar.</p><p>Konzelebranten bei der Feier im Dom sind die Würzburger Bischöfe und  Weihbischöfe Dr. Paul-Werner Scheele, Ulrich Boom und Helmut Bauer, Postulator Putz,  Dompfarrer Dr. Jürgen Vorndran, aus dessen Pfarrei Häfner stammte, Pfarrer  Stefan Mai aus Gerolzhofen/Oberschwarzach und der Sprecher des Priesterrats,  Alfred Kraus. Sein Kommen zugesagt hat auch der 97-jährige Prälat Hermann  Scheipers, der letzte lebende Priester, der mit Häfner im Konzentrationslager  Dachau war. Musikalisch gestalten den Gottesdienst der Domchor unter Leitung von  Domkapellmeister Professor Martin Berger, ein Bläserensemble und der Chor des  Egbert-Gymnasiums Münsterschwarzach unter Leitung von Manfred Weidl. Damit  würdigt die Diözese das Engagement der Gymnasiasten beim Häfner-Oratorium. Die  Schüler singen zwei Psalmabschnitte aus dem Oratorium „Häfner – Eine  Entscheidung“. Domorganist Professor Stefan Schmidt spielt die Domorgel. Nach  der Feier im Dom zieht eine Prozession zum Urnengrab des neuen Seligen in der  Kiliansgruft des Neumünsters, um dort zu beten. Das Bayerische Fernsehen  überträgt die zweistündige Feier live.</p><p>„Die Seligsprechungsfeier ist mit einer Taufe oder Trauung vergleichbar. Die  Zeit der Vertiefung danach ist wichtig“, sagte Weihbischof Boom bei der  Pressekonferenz. Besonders wird der Selige dann an seinem Gedenktag als  Fürsprecher angerufen werden, am 20. August, dem Todestag Häfners. Für  Postulator Putz ist es wichtig, dass der Selige von denen besonders verehrt  wird, die seine Seligsprechung beantragt haben: den Priestern der Diözese  Würzburg. Putz setzt darauf, dass der neue Selige tatsächlich ein anrufbarer  Helfer im Bistum Würzburg wird. In Häfner werde die Alltagstauglichkeit des  Glaubens deutlich.</p><p>Weihbischof Boom und Postulator Putz wiesen weiter darauf hin, dass bis  Herbst 2011 der Gedenkort für die Märtyrer aus der Diözese Würzburg  fertiggestellt sein solle. Die Erinnerungsstätte soll besonders Georg Häfner und  dem seligen Liborius Wagner gewidmet sein. Dazu wird die bisherige Kapelle des  Domkapitels neben dem Würzburger Bischofshaus umgestaltet. Ausgestellt werden  dort das Gemälde Häfners von der Seligsprechungsfeier, das Brevier Häfners sowie  dessen Schlafzimmer. Die Möbel stammen vom früheren Pfarrer von Wülfershausen,  Hugo Müller, der sie nach Häfners Tod erworben hatte und sie später Putz  vererbte.</p><p>Georg Häfner wurde am 19. Oktober 1900 in Würzburg geboren und erhielt dort  am 13. April 1924 in der Michaelskirche die Priesterweihe. Nach Kaplanstätigkeit  in Motten (1924), Goldbach und Mürsbach (1925) sowie Altglashütten (1928 bis  1934) wurde er Pfarrer in Oberschwarzach. Sein unbeirrtes und mutiges Eintreten  für die Kirche führte nach Denunziationen zu Vernehmungen durch das NS-Regime  und schließlich zur Inhaftierung im Oktober 1941. Am 12. Dezember 1941 wurde  Häfner in Dachau eingeliefert. Nach großem Leiden durch Krankheit,  Unterernährung und Misshandlung starb er dort am 20. August 1942. Seine Urne  wurde zunächst am 18. September 1942 im Würzburger Hauptfriedhof beigesetzt. Am  9. Dezember 1982 wurde sie unter Beisein von Bischof Dr. Paul-Werner Scheele in  die Krypta der Neumünsterkirche überführt. Am 23. Juli 1992 wurde das  Bischöfliche Erhebungsverfahren zur Seligsprechung eingeleitet und am 31. Mai  2002 abgeschlossen. Danach wurden die Unterlagen an die Selig- und  Heiligsprechungskongregation in Rom weitergegeben, wo sie geprüft wurden.</p><p>Weitere Informationen: Geschäftsstelle Seligsprechung Pfarrer Georg Häfner,  Kilianshaus, Kürschnerhof 2, 97070 Würzburg, Telefon 0931/38665505, Fax  0931/38665509, E-Mail seligsprechung@bistum-wuerzburg.de,  Internet www.georg-haefner.de.</p>]]></content:encoded><category>Nachrichten</category><category>Feier der Seligsprechung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-23804</guid><pubDate>Wed, 05 Oct 2011 17:18:24 +0200</pubDate><title>Bischof Hofmann dankt Papst Benedikt XVI. für Seligsprechung</title><link>https://heilige.bistum-wuerzburg.de/selige/sel-georg-haefner/ansicht/bischof-hofmann-dankt-papst-benedikt-xvi-fuer-seligsprechung/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg/Rom</strong> (POW) Bischof Dr. Friedhelm Hofmann hat  Papst Benedikt XVI. „aus ganzem Herzen“ für das Geschenk der  Seligsprechung des Märtyrerpriesters Georg Häfner gedankt. In einem  Brief an den Papst betont der Bischof, die vom Heiligen Vater  geschaffene Möglichkeit, Seligsprechungsfeiern in den Heimatdiözesen  vornehmen zu dürfen, schenke vielen Menschen vor Ort die Möglichkeit,  unmittelbar an einem solchen Ereignis teilzunehmen. Angelo Kardinal  Amato habe die Seligsprechung im Auftrag des Papstes vorgenommen. Neben  dem Apostolischen Nuntius Erzbischof Jean-Claude Périsset hätten vielen  Bischöfe, Priester und Ordensleute – zumal die Würzburger Karmelitinnen –  an der erhabenen Feier teilgenommen. „Es war ein Fest des Glaubens, in  dem die Freude über das aus dem Gebet, der eucharistischen Verehrung und  der tiefen Christusverbundenheit erwachsene Hirtenzeugnis des neuen  Seligen in schwerer Zeit, zumal im Konzentrationslager Dachau, unsere  Herzen erreicht hat“, schreibt der Bischof. Weiter dankt er Papst  Benedikt XVI., dass dieser das für die Diözese Würzburg so bedeutsame  Ereignis bei der Ansprache nach dem Angelus auf dem Petersplatz in Rom  für die deutschsprachigen Pilger gewürdigt habe. „Ihre Worte haben das  innere Wesen dieses neuen Seligen bei aller notwendigen Kürze  anschaulich gemacht.“</p>]]></content:encoded><category>Nachrichten</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-23822</guid><pubDate>Wed, 13 Jul 2011 13:01:53 +0200</pubDate><title>Georg Häfner wird seliggesprochen</title><link>https://heilige.bistum-wuerzburg.de/selige/sel-georg-haefner/ansicht/georg-haefner-wird-seliggesprochen/</link><description>Märtyrerpriester starb im Konzentrationslager Dachau – Gottesdienst zur Seligsprechung am 15. Mai 2011 – Erzbischof Angelo Amato kommt als Vertreter Papst Benedikts XVI. nach Würzburg </description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg</strong> (POW) Am Grab von Pfarrer Georg Häfner in der  Kilianskrypta des Würzburger Neumünsters hat Bischof Dr. Friedhelm Hofmann am  Mittwoch, 8. September 2010, die Nachricht verkündet: „Die Seligsprechung für den im  Konzentrationslager Dachau umgekommenen Märtyrer Pfarrer Georg Häfner findet 15.  Mai 2011, dem Sonntag der Geistlichen Berufe, in Würzburg statt.“ Erzbischof  Angelo Amato, Präfekt der Päpstlichen Kongregation für die Selig- und  Heiligsprechungsprozesse, wird als offizieller Vertreter von Papst Benedikt XVI.  an diesem Gottesdienst teilnehmen. Das habe ihm der Vatikan in einem Schreiben  des Staatssekretariats mitgeteilt.</p><p>Zur Vorbereitung auf das Ereignis werde er eine Arbeitsgruppe einrichten,  kündigte Bischof Hofmann an. „Wir werden unser Augenmerk darauf richten, das  Anliegen der Seligsprechung im gesamten Bistum deutlich zu machen.“ So werde  unter anderem der diözesane Priestertag im Herbst in Oberschwarzach sich dem  Glaubenszeugnis Häfners widmen. „Er ist für uns alle ein Vorbild, weil er  gezeigt hat, dass es auch unter widrigen Umständen möglich ist, zu sich selbst  und zur eigenen Lebensführung zu stehen. Im Konzentrationslager Dachau hat er  seinen Glauben bezeugt und ist sehr versöhnlich und für andere aufopfernd seinen  Weg gegangen.“</p><p>Erfreut über den jetzt feststehenden Termin der Seligsprechung zeigte sich  auch Domdekan Monsignore Günter Putz, der als Postulator den fast auf den Tag 25  Jahre dauernden Prozess begleitet hat. „Damals trugen die Dachauer  Priestergemeinschaft und der Würzburger Priesterverein das Anliegen an Bischof  Scheele heran.“ Putz wertete es als ein positives Signal, dass in für Priester  schweren Zeiten ein Pfarrer seliggesprochen werde.</p><p>Einen Einblick in das Leben und Wirken Häfners gibt das szenische Oratorium  „Häfner – eine Entscheidung“, das Peter Olschina getextet und dessen Musik  Markus Binzenhöfer komponiert hat. Das Münsterschwarzacher Egbert-Gymnasium wird  es am 12. und 13. März in der Pfarrkirche Oberschwarzach sowie am 19. und 20.  März in der Seminarkirche Sankt Michael in Würzburg aufführen. Eine weitere  Aufführung soll in der KZ-Gedenkstätte Dachau stattfinden.</p><p>Georg Häfner wurde am 19. Oktober 1900 in Würzburg geboren und erhielt dort  am 13. April 1924 in der Michaelskirche die Priesterweihe. Nach Kaplanstätigkeit  in Motten (1924), Goldbach und Mürsbach (1925) sowie Altglashütten (1928 bis  1934) wurde er Pfarrer in Oberschwarzach. Sein unbeirrtes und mutiges Eintreten  für die Kirche führte nach Denunziationen zu Vernehmungen durch das NS-Regime  und schließlich zur Inhaftierung im Oktober 1941. Am 12. Dezember 1941 wurde  Häfner in Dachau eingeliefert. Nach großem Leiden durch Krankheit,  Unterernährung und Misshandlung starb er dort am 20. August 1942. Seine Urne  wurde zunächst am 18. September 1942 im Würzburger Hauptfriedhof beigesetzt. Am  9. Dezember 1982 wurde sie unter Beisein von Bischof Dr. Paul-Werner Scheele in  die Krypta der Neumünsterkirche überführt. Am 23. Juli 1992 wurde das  Bischöfliche Erhebungsverfahren zur Seligsprechung eingeleitet und am 31. Mai  2002 abgeschlossen. Danach wurden die Unterlagen an die Selig- und  Heiligsprechungskongregation in Rom weitergegeben, wo sie geprüft wurden.</p>]]></content:encoded><category>Nachrichten</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-23825</guid><pubDate>Wed, 13 Jul 2011 09:39:41 +0200</pubDate><title>Letzte Aufführung des Häfner-Oratoriums im KZ Dachau</title><link>https://heilige.bistum-wuerzburg.de/selige/sel-georg-haefner/ansicht/letzte-auffuehrung-des-haefner-oratoriums-im-kz-dachau/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dachau/Würzburg (POW)</strong> Rund 100 Schülerinnen und Schüler des Egbert-Gymnasiums in Münsterschwarzach haben ihr szenisches Oratorium „Häfner – Eine Entscheidung“ über den im Mai seliggesprochenen Pfarrer Georg Häfner am Ort seines Martyriums in Dachau aufgeführt. In der Kirche des an die KZ-Gedenkstätte angegliederten Karmelitenklosters spielten sie letztmals am 8. Juli das Werk, das sie im Rahmen der Seligsprechung bereits an den Lebensstationen Häfners, in Oberschwarzach und Würzburg, sowie in Münsterschwarzach aufgeführt hatten. Dabei agierten die Schauspieler und Musiker direkt vor einer Madonnenfigur, die zur Inneneinrichtung der Lagerkapelle gehörte und die das Leid der als „Himmelhunde“ und „Saupfaffen“ verunglimpften Priester gesehen hat – auch das des 1942 an den Folgen der Haft verstorbenen Georg Häfner. Die Schülergruppe des Egbert-Gymnasiums setzte mit ihren Lehrern damit einen Schlusspunkt unter ihre Auseinandersetzung mit Georg Häfner im zurückliegenden Schuljahr. Vor der Aufführung wurden sie durch die Gedenkstätte in Dachau geführt und konnten sich so ein noch genaueres Bild der Geschehnisse machen, von denen das Oratorium erzählt. Unter anderem sahen sie die Stelle, an der einst der Priesterblock Nummer 26 stand, in dem Häfner inhaftiert war. Ein Schaukasten im Innenhof des Klosters zeigt jene liturgischen Gegenstände, die von den Priester-Häftlingen notdürftig für ihre Messfeier im Lager angefertigt wurden.</p>]]></content:encoded><category>Nachrichten</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-23750</guid><pubDate>Mon, 06 Jun 2011 10:35:14 +0200</pubDate><title>Durch Georg Häfners Pfarrgebiet </title><link>https://heilige.bistum-wuerzburg.de/selige/sel-georg-haefner/ansicht/durch-georg-haefners-pfarrgebiet/</link><description>Priester und Diakone aus der Diözese Würzburg wallen auf den Spuren des neuen Seligen von Ebrach nach Oberschwarzach</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg/Ebrach/Oberschwarzach</strong> (POW) Auf den Spuren des  neuen Seligen Georg Häfner sind rund 70 Priester und Diakone der Diözese  Würzburg am Freitag, 3. Juni, von Ebrach nach Oberschwarzach gewallt. Beim  Gottesdienst in Handthal unterstrich Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand die  Geradlinigkeit, profilierte Spiritualität und enge Verbundenheit des damaligen  Oberschwarzacher Pfarrers mit seiner Gemeinde. Weihbischof Boom betonte bei der  abschließenden Vesper in der Pfarrkirche Oberschwarzach, nicht die Kirche sei  das Erste, sondern Gott und der Mensch.</p><p>Die Priester und Diakone waren in der Pfarrkirche in Ebrach gestartet. Der  Weg führte sie dann nach Handthal, wo sie in der Filialkirche Sankt Magdalena  die Eucharistie feierten. Generalvikar Hillenbrand bezeichnete den Seligen Georg  Häfner in seiner Predigt als Priester mit Rückgrat. Seine Geradlinigkeit habe  der Selige, der ab 1934 als Pfarrer in Oberschwarzach wirkte, nur durchhalten  können, weil er sich gehalten wusste. Häfner habe aus der profilierten  Spiritualität des Karmel gelebt. Er sei sich der ständigen Nähe Gottes bewusst  gewesen. Durch Gebet und Betrachtung sei er intensiv mit Jesus Christus  verbunden gewesen. Im Konzentrationslager Dachau habe Häfner sich eng mit seiner  Gemeinde und ihren Filialen verbunden gewusst. „Spiritualität ist keine  Selbstgenügsamkeit, sondern eine Haltung der Stellvertretung, die Jesus uns  vorgelebt hat“, sagte der Generalvikar.</p><p>Weihbischof Boom begleitete die Pilger durch die Weinberge von Handthal nach  Oberschwarzach. Bei der Vesper in der Pfarrkirche Oberschwarzach bezeichnete er  die Wallfahrt durch das Pfarrgebiet des Seligen Georg Häfner als Ermutigung.  Häfner sei ihm in der Zeit der Vorbereitung auf die Seligsprechung am 15. Mai zu  einer Gestalt des Trostes geworden. „Wir sind keine Superstars und werden es  auch nicht“, sagte der Weihbischof zu den Priestern und Diakonen mit Blick auf  das Leben und Leiden von Georg Häfner. Jeder dürfe sich aber von Gott geliebt  wissen. Wer sich in Gottes Nähe wisse, sei selig. Es sei ein großer Trost, einen  Bruder wie Georg Häfner als Vorbild und Helfer zu haben.</p><p>Ein gemütliches Beisammensein in der „Alten Scheune“ rundete den  Wallfahrtstag ab.</p>]]></content:encoded><category>Nachrichten</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-23806</guid><pubDate>Wed, 01 Jun 2011 15:41:44 +0200</pubDate><title>An der Wirkungsstätte des Seligen</title><link>https://heilige.bistum-wuerzburg.de/selige/sel-georg-haefner/ansicht/an-der-wirkungsstaette-des-seligen/</link><description>Bischöfe und Domkapitel der fränkischen Bistümer Bamberg und Würzburg besuchen Georg Häfners Pfarrort Oberschwarzach – Vesper in der Pfarrkirche </description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Oberschwarzach/Würzburg/Bamberg</strong> (POW) Erzbischof Dr. Ludwig  Schick (Bamberg) und Bischof Dr. Friedhelm Hofmann (Würzburg) haben zusammen mit  den Mitgliedern der Domkapitel aus Bamberg und Würzburg den Wirkungsort des  seligen Märtyrerpriesters Georg Häfner (1900-1942) besucht. In der Pfarrkirche  von Oberschwarzach feierten die Geistlichen eine feierliche Vesper. Danach  führte sie Domkapitular Dr. Jürgen Lenssen durch das Museum Johanniskapelle in  Gerolzhofen. Ein Abendessen in Handthal beschloss das Treffen.</p><p>Würzburgs Dompropst Weihbischof Ulrich Boom betonte in seiner Predigt in  Oberschwarzach, der am 15. Mai seliggesprochene Georg Häfner stehe für viele  Menschen, die einfach, gläubig und konsequent den gekreuzigten und  auferstandenen Christus damals und heute bezeugt hätten. Es sei wichtig, dass  der Glaube im Alltag seinen Platz habe, sage Häfner den Menschen heute. Anhand  der neuen Häfner-Gedenkstätte in der Pfarrkirche Oberschwarzach mit dem Werk  „Reliquie Mensch“ von Michael Morgner werde deutlich, was Menschen anderen  Menschen antun könnten. „Wo wir am Ende sind und nur noch Reliquie, Asche sind,  da führt uns Gott zur Vollendung – vom Tod zum Leben, vom Dunkel zum Licht, aus  der Bedrängnis in Gottes Frieden“, sagte der Weihbischof. Seligsein und  Seligwerden heiße, lächeln und lachen zu können. „Wer sich in Gottes Nähe weiß,  hat gut lachen.“ Es sei ein großer Trost, auf dem Weg zu Gott einen Bruder wie  Georg Häfner als Vorbild und Helfer zu haben.</p><p>Zu Beginn der Vesper hieß Oberschwarzachs Pfarrer Stefan Mai die Bischöfe,  Domkapitulare und Domvikare willkommen und zeigte auf, was ihm persönlich  geholfen habe, einen ehrlichen und unverkrampften Zugang zu Georg Häfner zu  finden. Zum einen zeige der neue Selige, dass das, was einen spirituell präge,  auch im Leiden Kraft gebe. Zum anderen habe Häfner das Sperrige an ihm, das was  bei den Leuten nicht gut angekommen ist, das Rückgrat gestärkt und im  Konzentrationslager die Widerstandskraft bis zum Märtyrertod gegeben. Mit Blick  auf die Häfner-Büste von Rainer Stoltz an der Gedächtnisstätte im hinteren Teil  des Gotteshauses von Oberschwarzach sagte Mai: „Wir haben einen Mann im Rücken,  der Rückgrat zeigte, auch wenn man ihn zerbrach, der standhielt, auch wenn man  ihn zermürbte.“</p><p>Am kommenden Freitag, 3. Juni, begeben sich Priester, Diakone und  Seminaristen der Diözese Würzburg auf den Spuren des neuen Seligen Georg Häfner.  Die Wallfahrt mit Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand beginnt um 9.30 Uhr in der  Pfarrkirche in Ebrach. Der Weg führt dann nach Handthal, wo um 11 Uhr in der  Filialkirche Sankt Magdalena eine Eucharistiefeier stattfindet. Weihbischof Boom  begleitet die Pilger ab 14 Uhr von Handthal nach Oberschwarzach. Dort feiern die  Priester und Diakone um 15.30 Uhr eine Vesper in der Pfarrkirche. Ein  gemütliches Beisammensein in der „Alten Scheune“ rundet den Wallfahrtstag  ab.</p>]]></content:encoded><category>Nachrichten</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-23735</guid><pubDate>Tue, 31 May 2011 10:33:31 +0200</pubDate><title>Bischof Hofmann dankt Monsignore Putz für Arbeit als Postulator</title><link>https://heilige.bistum-wuerzburg.de/selige/sel-georg-haefner/ansicht/bischof-hofmann-dankt-monsignore-putz-fuer-arbeit-als-postulator/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg</strong> (POW) Bischof Dr. Friedhelm Hofmann hat  Domdekan Monsignore Günter Putz herzlich für „die umsichtige Arbeit über  25 Jahre“ als diözesaner Postulator im Seligsprechungsverfahren für  Pfarrer Georg Häfner gedankt. Mit der Seligsprechung am 15. Mai 2011 sei  diese Aufgabe zu ihrem Höhepunkt und zugleich zu ihrem natürlichen  Abschluss gekommen. „Ihre Bestellung zum Postulator durch die Dachauer  Priestergemeinschaft und den Priesterverein der Diözese Würzburg wurde  im Dezember 1986 durch meinen Vorgänger Bischof Paul-Werner Scheele  genehmigt. Seitdem haben Sie den Seligsprechungsprozess mit großem  Einsatz begleitet“, schreibt der Bischof an Putz. „Möge der selige Georg  Häfner Ihnen ein himmlischer Fürsprecher sein und uns ein wirkmächtiger  Helfer im Bistum Würzburg.“</p>]]></content:encoded><category>Nachrichten</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-23801</guid><pubDate>Thu, 26 May 2011 08:43:38 +0200</pubDate><title>„Seiner Fürsprache vertrauen wir uns gerne an“</title><link>https://heilige.bistum-wuerzburg.de/selige/sel-georg-haefner/ansicht/seiner-fuersprache-vertrauen-wir-uns-gerne-an/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Rom/Würzburg</strong> (POW) Beim Mittagsgebet auf dem Peterplatz  in Rom hat Papst Benedikt XVI. am Sonntag, 15. Mai, den neuen Seligen  Georg Häfner besonders gewürdigt. Bei der Ansprache nach dem Angelus  wandte er sich an die deutschsprachigen Pilger: „Besonders verbinde ich  mich mit den zahlreichen Gläubigen, die heute am Sonntag des guten  Hirten an der Seligsprechung des Märtyrerpriesters Georg Häfner im  Würzburger Dom teilnehmen.“ In den Wirren des Nationalsozialismus sei  Häfner bereit gewesen, als treuer Hirte bis zur Hingabe seines Lebens  die Herde zu weiden und viele Menschen in der Verkündigung der Wahrheit  und der Spendung der Sakramente zu den Wassern des Lebens zu führen.  „Seinen Peinigern hat er von Herzen vergeben, und seinen Eltern schrieb  er aus dem Gefängnis: ‚Mit allen wollen wir gut sein.‘ Seiner Fürsprache  vertrauen wir uns gerne an, damit auch wir die Stimme Christi, des  guten Hirten, hören und so zum Leben und zur Freude in Fülle gelangen“,  sagte Benedikt XVI.</p>]]></content:encoded><category>Nachrichten</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-23820</guid><pubDate>Wed, 25 May 2011 12:07:29 +0200</pubDate><title>Priesterwallfahrt und Domkapitel auf den Spuren des neuen Seligen</title><link>https://heilige.bistum-wuerzburg.de/selige/sel-georg-haefner/ansicht/priesterwallfahrt-und-domkapitel-auf-den-spuren-des-neuen-seligen/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg/Ebrach/Oberschwarzach</strong> (POW) Auf den Spuren des  neuen Seligen Georg Häfner wallen Priester, Diakone und Seminaristen  der Diözese Würzburg am Freitag, 3. Juni. Die Wallfahrt beginnt um 9.30  Uhr in der Pfarrkirche in Ebrach. Der Weg führt dann nach Handthal, wo  um 11 Uhr in der Filialkirche Sankt Magdalena eine Eucharistiefeier  stattfindet. Weihbischof Ulrich Boom begleitet die Pilger ab 14 Uhr von  Handthal nach Oberschwarzach. Dort feiern die Priester und Diakone um  15.30 Uhr eine Vesper in der Pfarrkirche. Ein gemütliches Beisammensein  in der „Alten Scheune“ rundet den Wallfahrtstag ab. Bereits am  Donnerstag, 26. Mai, kommen die Mitglieder der Domkapitel aus Würzburg  und Bamberg mit Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg) und Bischof Dr.  Friedhelm Hofmann (Würzburg) in Oberschwarzach zusammen. Um 16 Uhr  feiern sie eine Vesper in der Pfarrkirche Oberschwarzach, wo Georg  Häfner ab 1934 als Pfarrer wirkte. Anschließend besuchen die Würzburger  und Bamberger Geistlichen das Museum Johanniskapelle in Gerolzhofen.</p>]]></content:encoded><category>Nachrichten</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-23837</guid><pubDate>Thu, 19 May 2011 11:02:35 +0200</pubDate><title>Heilige und sonstige Fürsprecher</title><link>https://heilige.bistum-wuerzburg.de/selige/sel-georg-haefner/ansicht/heilige-und-sonstige-fuersprecher/</link><description>Studientag von Katholischer Akademie Domschule und Katholisch-Theologischer Fakultät bringt auch evangelische und orthodoxe Perspektiven ein – Bischof em. Paul-Werner Scheele: Häfner „einer aus der Mitte“</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg</strong> (POW) Die theologische Bandbreite von „Heiligsein  und Seligsprechen“ hat ein gemeinsamer Studientag von Katholischer Akademie  Domschule und Katholisch-Theologischer Fakultät der Universität anlässlich der  bevorstehenden Seligsprechung des Märtyrerpriesters Georg Häfner beleuchtet.  Domdekan Monsignore Günter Putz, Diözesaner Postulator im  Seligsprechungsverfahren für Häfner, benannte die geltenden Normen für ein  Seligsprechungsverfahren und erläuterte diese, von der Antragstellung bis hin  zur Feier der Seligsprechung am kommenden Sonntag. Er betonte, dass durch das  Martyrium Häfners im Konzentrationslagers Dachau sich das ansonsten  obligatorisch geforderte Wunder als Voraussetzung für das Ereignis der  Seligsprechung erübrige.</p><p>Bischof em. Dr. Paul-Werner Scheele arbeitete die Bedeutung von Pfarrer Georg  Häfner heraus und pointierte sie im Satz: „Einer aus unserer Mitte&quot;. Diese  Aussage bezieht sich nach seinen Worten auf die Stadt Würzburg, auf die Priester  und auf die Gemeinde. Bischof Scheele bezeichnete die tiefe Verwurzelung Häfners  im Gebet als kennzeichnend für dessen Person und Leben. Der  Liturgiewissenschaftler Professor Dr. Martin Stuflesser machte  liturgietheologische Anmerkungen zur Heiligenverehrung und arbeitete die  historische Entwicklung der Heiligenverehrung heraus.</p><p>Der Kirchenhistoriker Professor Dr. Wolfgang Weiß erschloss bei einem Gang  durch das Areal von Dom und Neumünster, beginnend in der Kiliansgruft des  Neumünsters, die Schar der Seligen und Heiligen, die in der Diözese verehrt  werden und in diesem Areal anschaulich werden. Er unterstrich, dass es heute  eine doch erhebliche Anzahl von mittelalterlichen Heiligen und Seligen in der  Diözese gebe, die im Mittelalter selbst nicht diözesanweit verehrt wurden.  Außerdem erläuterte er, dass die römische Kanonisation im Mittelalter eine  ausgesprochene Rarität war. „Die überwiegende Zahl der Anträge wurde abgelehnt  oder nicht verfolgt; offensichtlich gab es Reserve der Kurie gegenüber plötzlich  aufflammenden Lokalkulten.“ Schon im 13. Jahrhundert habe man daher begonnen,  das Problem dadurch zu lösen, indem man zwischen „Heiligen“ und „Seligen“ zu  unterscheiden begann: Erstere waren die offiziell Heiliggesprochenen, letztere  alle sonstigen Fürsprecher, die man im Himmel wusste und nun „Selige“ nannte.</p><p>Der inhaltliche Teil des Studientags endete mit einem Doppelvortrag von Dr.  Thomas Mark Nemeth, der die Stellung der Heiligen und der Heiligenverehrung in  der Orthodoxie beleuchtete, und von Oberkirchenrat Michael Martin aus München,  Mitglied des Landeskirchenrats der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern und  im dortigen Landeskirchenamt zuständig für „Kirchliches Leben und Ökumene“.  Martin ging der Frage „Evangelische Heilige?“ nach und erörterte die Reichweite  einer Verehrung von Heiligen unter evangelischen Bedingungen. Eine ökumenische  Gesprächsrunde schloss sich an. Abgeschlossen wurde der Studientag mit einer  Vesper mit Weihbischof Ulrich Boom in der Kiliansgruft des Neumünsters, die ein  Chor unter der Leitung von Diözesanmusikdirektor Gregor Frede musikalisch  gestaltete.</p>]]></content:encoded><category>Nachrichten</category></item></channel></rss>